Rente: Den Jungen fehlen monatlich 800 Euro

Investmentfonds Top News von Martin Thaler

In unserem Vorsorgesystem bleibt auch in Zukunft die gesetzliche Rente der maßgebliche Stützpfeiler für die Menschen, mit der die Deutschen im Schnitt 48,7 Prozent ihres Bruttoeinkommens ersetzen können.   Wesentlich höher falle die Ersatzquote bei Menschen aus, die Leistungen aus der sogenannten zweiten Säule erhalten.

Sie liegt im Durchschnitt bei 61,8 Prozent – junge Menschen kommen indes auf eine Quote von 55 Prozent. Besonders häufig setzen die Menschen in der zweiten Säule auf die Riester-Rente. 44 Prozent der Förderberechtigten verfügten über einen entsprechenden Vertrag und kämen hier im Rentenalter bei den aktuellen Sparraten durchschnittlich 290 Euro. Das wäre eine Ersatzquote von 10,6 Prozent.  

Insbesondere Frauen, jüngere Menschen und Geringverdiener hätten Riester-Verträge abgeschlossen, legen die Forscher dar (siehe Grafik).

Durch das in diesem Sommer verabschiedete Betriebsrentenstärkungsgesetz sollen Geringverdiener zudem weiter zum Riestern animiert werden – nicht nur durch die Erhöhung der Grundzulage, sondern auch die Tatsache, dass Riester-Erträge nicht mehr vollständig auf eine etwaige Grundsicherung im Alter angerechnet werden. Allerdings gibt es hier aus Sicht von Union-Investment-Chef Reinke weiteren Nachbesserungsbedarf. „Insbesondere bei der Riester-Rente gibt es noch Möglichkeiten, die Akzeptanz zu erhöhen und die Verbreitung auszubauen.“ Zuletzt war der Bestand an Riester-Verträgen in zwei aufeinanderfolgen Quartalen negativ ausgefallen.  

Weitere acht Millionen Menschen beziehen betriebliche Altersvorsorge. Im Schnitt kämen die Menschen hier auf 575 Euro und damit eine Ersatzquote von durchschnittlich 14,9 Prozent. Jüngere Menschen verfügten allerdings seltener über eine betriebliche Altersvorsorge – ihre Partizipationsquote beträgt hier nur 12,7 Prozent (insgesamt: 16,3).  

Auch Geringverdiener setzen nur in geringem Maße auf eine bAV – gerade einmal 5,4 Prozent der Angestellten mit einem monatlichen Einkommen von unter 1.100 Euro betrieben bAV, bei der Einkommensgruppe von über 2.000 Euro sind es hingegen 33,5 Prozent.  

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