Fondsmanagement: Erfolgsabhängige Gebührenmodelle machen Schule

Investmentfonds von Florian Burghardt

Die Fondsgesellschaft Fidelity International führt ein neues Modell für die Gebühren ein, die ihre Anleger für das Fondsmanagement bezahlen müssen. Hier könnte sich ein Trend abzeichnen, denn auch ein anderer großer Anbieter testet es bereits.

Weniger Gebühr für Kunden, wenn die Fonds-Performance leidet, und mehr, wenn es gut läuft. Ein fairer Deal?

Weniger Gebühr für Kunden, wenn die Fonds-Performance leidet, und mehr, wenn es gut läuft. Ein fairer Deal? Bild: geralt/Pixabay.com

Bei der Geldanlage in Fonds scheint sich ein neuer Trend bei den Gebührenstrukturen der großen Häuser abzuzeichnen. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors in den USA ein neues Gebührenmodell testet, bei dem Privatanleger nur dann Gebühren bezahlen, wenn der Manager einen Ertrag über dem Vergleichsindex erzielt.

Eine ähnliche Richtung schlägt nun auch die Fondsgesellschaft Fidelity International ein. Zusätzlich zu dem bisherigen Modell, bei dem einfach eine jährliche Managementgebühr gezahlt wird, führt das Fondshaus bei seinen aktiv gemanagten Aktienfonds eine variable Managementgebühr ein. Diese soll symmetrisch an die Wertentwicklung der Fonds anknüpfen. Der Kunde soll selbst entscheiden können, welches Modell er wählt.

Enger an der Wertentwicklung

Wie Fidelity International weiter mitteilt, werden durch das neue Gebührenmodell Risiko und Rendite in beide Richtungen verteilt. „Wenn die Fonds eine Outperformance nach Kosten erzielen, wird Fidelity an dem Mehrertrag beteiligt. Entwickelt sich die Anlage dagegen nur analog zur Benchmark oder schwächer, wird der Kunde unter der neuen Regelung mit geringeren Gebühren belastet als bisher. Dabei bewegt sich der Gebührensatz innerhalb einer Bandbreite, die durch eine vorgegebene Höchstgrenze (Cap) und ein bestimmtes Mindestniveau (Collar) definiert ist“, heißt es von Seiten der Fondsgesellschaft.

Die neue Gebührenstruktur soll gegenüber den Kunden auch ein Stück weit verdeutlichen, dass man von der eigenen Managementstrategie überzeugt ist. Dazu Brian Conroy, Präsident von Fidelity International: „Mit diesem Schritt wird unser Geschäftserfolg enger an die Wertentwicklung der Kundenportfolios verknüpft, und wir glauben, dass Anleger und Aufsichtsbehörden genau das von uns erwarten. Im Unterschied zu erfolgsabhängigen Gebührenregelungen bei anderen Anbietern zeichnet sich unser Modell dadurch aus, dass bei einer Underperformance die Gebührenbelastung für den Kunden verringert wird.“

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