Ergo: Kfz-Manager sollen betrogen haben

Panorama von Florian Burghardt

Beim Russland-Ableger der Ergo Versicherung in Sankt Petersburg sollen Mitarbeiter in die eigene Tasche gewirtschaftet und einen Millionenschaden verursacht haben. Der Versicherer geht den Vorkommnissen bereits seit Längerem selbst nach.

Mitarbeiter der russischen Ergo sollen unter anderem gestohlene und dann wieder aufgetauchte Autos auf eigene Rechnung weiterverkauft haben (Symboldbild).

Mitarbeiter der russischen Ergo sollen unter anderem gestohlene und dann wieder aufgetauchte Autos auf eigene Rechnung weiterverkauft haben (Symboldbild). Bild: gerbilfarmer/Pixabay

Derzeit erhärten sich Betrugsvorwürfe gegen Mitarbeiter des Russland-Ablegers der Ergo Versicherung. Die Ergo selbst habe die Vorgänge Ende 2016 bemerkt und arbeitet seitdem zusammen mit den örtlichen Behörden in Sankt Petersburg an der Aufklärung der Vorkommnisse. Das teilte der Versicherer dieser Tage selbst auf seiner Internetseite mit.

Zuvor hatte als Erstes die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die kriminellen Machenschaften in Russland berichtet. Demnach soll es sich bei den beschuldigten Ergo Rus-Mitarbeitern um Manager aus der Kfz-Versicherung handeln. Sie sollen vor allem gestohlene Fahrzeuge, die wieder aufgetaucht sind, planmäßig weiterverkauft und die Erlöse für sich behalten haben. Zudem sollen sie im Geschäft mit Tagesversicherungen für Auslandsfahrten überhöhte Provisionen eingezogen und unter sich aufgeteilt haben.

Medienberichten zufolge soll das Netzwerk etwa zwei Jahre lang so operiert und damit für die Ergo Group einen Schaden im niedrigen Millionenbereich angerichtet haben. Der Fall zeigt einmal mehr, dass betrügerische Machenschaften in der Versicherungsbranche weniger von den Kunden als vielmehr von Mitarbeitern und den Unternehmen nahestehenden Personen begangen werden.

Wie die Ergo erklärte, wurden unmittelbar nach Aufdeckung der Vorkommnisse personelle Konsequenzen gezogen. 

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