Check24-Werbespot: Droht neuer Zoff?

Berater von Florian Burghardt

Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung steht vor der Tür und Check24 wartet mit einem neuen Werbespot auf. Ein möglicherweise zweckentfremdetes Wort darin erzürnt aber einige Vermittler. Die Rechtslage dazu erscheint unklar.

Über 200 "Versicherungsberater" würden sich bei Check24 der Belange der Kunden annehmen.

Über 200 "Versicherungsberater" würden sich bei Check24 der Belange der Kunden annehmen. Bild: Screenshot Youtube/Check24

Mit seinen TV-Werbespots im Stile US-amerikanischer Sitcoms hat Check24 schon mehrfach für Aufmerksamkeit gesorgt. Das ist auch jetzt wieder der Fall. Diesmal geht es jedoch weniger um stilistische Feinheiten und Musikauswahl als vielmehr um einen Inhalt, der vor allem Versicherungsvermittler aufhorchen lässt.

Pünktlich zum Beginn der Wechselsaison in der Kfz-Versicherung weist auch das Vergleichsportal auf seine Leistungen in dieser Sparte hin. Wie es in dem Spot heißt, sollen die Kunden mit ihrem Versicherungsvertreter Schluss machen und lieber ein günstigeres Angebot über das Vergleichsportal abschließen.

So weit nicht zwingend ein Aufreger. Am Ende des Spots wirbt Check24 jedoch mit „über 200 Versicherungsberatern“, die für die Kunden am Telefon bereitstehen würden. Das Vergleichsportal hatte kürzlich auch seine Beratung am Telefon an die Vorgaben des OLG München-Urteils angepasst. Aus Vermittlerkreisen ist nun aber Kritik daran zu vernehmen, dass Check24 seine Mitarbeiter als „Versicherungsberater“ bezeichnet. Denn das in München ansässige Unternehmen ist nicht als Versicherungsberater registriert, der für seine Beratungsleistung Honorar erhält, sondern als Versicherungsmakler gemäß § 34d Gewerbeordnung (GewO).

Alles andere als eindeutig

Auf procontra-Nachfrage erklärte ein Sprecher von Check24, dass man die Thematik rechtlich prüfen lassen will. Allerdings betonte der Sprecher auch: „Wir sehen die Rechtslage für den Begriff Versicherungsberater alles andere als eindeutig.“

Sein Verweis deutet auf die kürzlich angestoßene Diskussion über eine möglicherweise momentan fehlende Rechtsgrundlage für die Tätigkeit als Versicherungsberater. Ein Jurist hatte behauptet, der Gesetzgeber habe bei der IDD-Umsetzung einen Fehler gemacht und damit die Versicherungsberater ihrer Legitimation beraubt. Der Verbund Deutscher Honorarberater widerspricht dieser Behauptung vehement

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