Bayerische gründet neue Tochter

Berater von Martin Thaler

Die Bayerische setzt mit ihrer neuen Tochter Pangaea Life auf nachhaltige Investments. Die Zielgruppe wird als groß eingeschätzt - auch für Makler gewinnt das Thema immer mehr an Bedeutung.

Die Bayerische (hier Vorstand Martin Gräfer) will mit einer neuen Tochter ökologisch orientierte Versicherungsnehmer für sich gewinnen.

Die Bayerische (hier Vorstand Martin Gräfer) will mit einer neuen Tochter ökologisch orientierte Versicherungsnehmer für sich gewinnen. Foto: procontra

16 Millionen Kunden – so hoch ist nach einer Studie der Unternehmensberatung zeb die Anzahl der Menschen, die sich für nachhaltige Investments interessieren. Immerhin sieben Millionen Menschen gaben in der gleichen Umfrage ihre Bereitschaft an, ihre Anlagestrategie nachhaltig auszurichten.  

Genug Kundenpotenzial also, das für die neu von der Bayerischen Versicherung aus der Taufe gehobene Marke Pangaea Life, benannt nach dem einstigen Urkontinent. Das als Produktschmiede und Vertriebsplattform konzipierte Unternehmen will dabei vor allem auf Kunden setzen, denen ökologische Kriterien bei ihrer Geldanlage am Herzen liegen. Ökologische Investitionen schließen Rendite nicht aus, aber Rendite ist nicht alles“, umschrieb Bayerische-Vorstand Martin Gräfer bei einer Vorstellung des Unternehmens die Idee gegenüber der Presse. Vielmehr gehe es darum, eine „nachhaltige Rendite“ zu erwirtschaften.  

Um dies bewerkstelligen zu können, wurde ein eigener Fonds aufgelegt, der auf alternative Investments im Bereich Erneuerbare Energien setzt. Das umfasst Investments in Windparks, Solaranlagen, die Waldwirtschaft sowie die Bereiche Energieeffizienz, Energiespeicher und Wasserkraft. Ein erster Windpark im dänischen Lolland (Windpark MADS) wurde bereits erworben, weitere Investments, beispielsweise in schottische Waldgebiete, würden derzeit geprüft, teilte Pangaea-Life-Geschäftsführer Uwe Mahrt mit.  

Insgesamt soll der Fonds ein Zielvolumen in Höhe von 400 Millionen Euro haben – das von der Bayrischen zur Verfügung gestellte Startkapital beträgt 120 Millionen Euro. Die Projektauswahl erfolgt dabei nicht über die Bayerische selbst – hierfür hat man sich die Hamburger Investmentgesellschaft Aquila Capital als strategischen Partner ins Boot geholt, der sich für das Fondsmanagement verantwortlich zeigt.  

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