BaFin moniert abgelaufenen Werbeprospekt von Autark

Sachwerte von Martin Thaler

Alle zwölf Monate müssen Verkaufsprospekte erneut genehmigt werden - ein Sachwerteanbieter hat dies aber offenbar versäumt. Es ist nicht die erste Mal, dass das Unternehmen auffällig wird.

Die BaFin moniert den abgelaufenen Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH.

Die BaFin moniert den abgelaufenen Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH. Foto: BaFin

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass der Olper Sachwerteanbieter Autark Invest GmbH mit einem ungültigen Verkaufsprospekt unter der Bezeichnung „Autark Invest 2016“ für Nachrangdarlehen wirbt.  

Gemäß § 8a des Vermögensanlagengesetzes besitzt ein entsprechender Verkaufsprospekt nach der Billigung durch die Finanzaufsicht eine Gültigkeitsdauer von zwölf Monaten. Danach muss der Anbieter erneut mit entsprechenden Aktualisierungen seinen Prospekt der BaFin vorlegen. Angeboten wurde die „Autark Invest 2016“-Nachrangdarlehen seit August vergangenen Jahres – heißt also, dass der Prospekt nur bis August diesen Jahres Gültigkeit besaß.  

Unter Beobachtung steht die Autark-Gruppe auch von Seiten einiger Verbraucherschützer. So warnt die Stiftung Warentest davor, dass Anleger der Autark Invest AG seit Monaten vergeblich auf Rückzahlung der Nachrangdarlehen warten, die sie der Firma gegeben hatten. Im April dieses Jahres hätten 15 Anleger beim Landgericht Dortmund sogenannte Arrest-Urteile gegen die Autark Invest AG erwirkt, berichtet Stiftung Warentest. Hiermit können sie Vermögenswerte der Autark in Höhe ihrer Forderung pfänden.  

Ähnliches könnte auch an den Anlegern der Autark Invest GmbH drohen, fürchten die Verbraucherschützer. Auch hier würde ein Großteil des Anlegergeldes, nämlich 17 Prozent, in Provisionen fließen, könne also nicht angelegt werden. Dennoch wirbt die Firma mit Zinsen in Höhe von 5,5 Prozent pro Jahr.  

Die Verbraucherschützer führen die Autark Invest GmbH darum in ihrer „Warnliste Geldanlage“ auf, in der „dubiose, unseriöse oder sehr riskante Geldanlageangebote“ gelistet werden.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare