Allianz: „Wir werden weiter in Makler investieren“

Berater Top News Maklers Lieblinge von Martin Morgenstern, Michael Fiedler

Im Lebengeschäft zählt die Allianz zu „Maklers Lieblingen 2017“. Wie der Versicherer den Maklermarkt einschätzt, wo Wachstumsfelder gesehen werden und vor welchen Herausforderungen die Vermittler stehen, erklärt Dr. Wiesemann (Allianz-Vorstand Maklervertrieb) im procontra-Interview.

Wiesemann Allianz Makler Vertrieb

Im Leben-Bereich zählt Allianz zu "Maklers Lieblingen 2017". Dr. Thomas Wiesemann (Allianz-Vorstand Maklervertrieb) im Interview. Bild: Kaufmann PR

procontra: Welche Rolle spielt der Maklervertrieb für Sie? Welche Besonderheiten gibt es beispielsweise im Vergleich zum Direktvertrieb?

Dr. Wiesemann: Seit über 10 Jahren wächst der Vertriebsweg Makler überproportional stark. Mit ca. 40% Anteil am Neugeschäft sind Makler inzwischen der größte Vertriebsweg von Allianz Leben. Bei den freien Vermittlern müssen wir uns im besonderen Maße dem Wettbewerb des gesamten Marktes stellen. Deshalb freut uns diese Entwicklung sehr.

procontra: Welche Pläne gibt es, die Zusammenarbeit mit Maklern auszubauen, zu verbessern oder den Vertriebsweg zu stärken?

Wiesemann: Wir werden weiter in den Vertriebsweg Makler investieren.
Das Kundenverhalten verändert sich durch den Einfluss der digitalen Medien – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Vertriebsprozesse der Vermittler. Wir stellen den Maklern eine weitreichende Unterstützung bei der digitalen Kundengewinnung und für die Optimierung der Verwaltungsprozesse im Maklerhaus zur Verfügung.
Darüber hinaus unterstützen wir bei der Erschließung neuer Wachstumssegmente: etwa in der Einkommensvorsorge, für die Beratung der Zielgruppe 50+ oder im Bereich betriebliche Altersversorgung vor dem Hintergrund des Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Als besonders finanzstarker Partner stellen wir langfristig leistungsstarke Produktlösungen bereit, auf die sich die Makler bei ihrer Empfehlung verlassen können.
Und schließlich bieten wir Unterstützung bei der Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen wie der IDD, sei es in der Weiterbildung durch unsere Maklerakademie oder durch entsprechende Tools, um die Anforderungen an die Verkaufsprozesse effizient erfüllen zu können.

procontra: Wie wird sich der Maklermarkt Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren entwickeln?

Wiesemann: Die Professionalisierung in der Breite wird weiter voranschreiten. Die Bedeutung neuer Technologien, das sich verändernde Kundenverhalten, aber auch zunehmende regulatorische Anforderungen an die Vertriebsprozesse machen dies nötig.
Gleichzeitig bleiben Altersvorsorge und Einkommensabsicherung demografisch bedingt große Wachstumsbereiche. Auch die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind hierfür gut: die Realeinkommen in Deutschland sind in den letzten Jahren weiter gestiegen, die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt stetig und befindet sich auf Rekordniveau.
Mit Internet und Smartphone nehmen zwar die Informationsmöglichkeiten der Menschen stark zu. Aber die Welt, in der wir leben, wird nicht weniger komplex. Dadurch steigt der Bedarf bei der Bewertung der Informationen und damit auch für qualifizierte und zeitgemäße Beratung.

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