Wahl 2017: Vermittler präferieren Schwarz-Gelb

Berater von Martin Thaler

Welchen Parteien würden Vermittler bei der kommenden Bundestagswahl das Vertrauen schenken? Dies fragte der Vermittlerverband AfW. Das Ergebnis fällt eindeutig aus.

Vermittler sprechen sich deutlich für eine schwarz-gelbe Regierung aus.

Vermittler sprechen sich deutlich für eine schwarz-gelbe Regierung aus. Foto: danielsfotowelt - Pixabay.de

Am 24. September wählen die Deutschen einen neuen Bundestag und damit eine neue Regierung. In der aktuellen Sonntagsfrage landet die SPD unter Martin Schulz nur noch bei 20 Prozent – seit Januar lagen die Umfragewerte für die Sozialdemokraten nicht mehr so niedrig. Die Union kam in der Umfrage auf 37 Prozent, auf Platz 3 landete die AfD mit 12 Prozent. Ebenfalls im Parlament vertreten wären FDP (9,5 Prozent), Linke (9) und die Grünen (7,5).  

Was aber wäre, wenn nur Vermittler wählen würden? Wo liegen deren Präferenzen? Dies fragte der Vermittlerverband AfW im Rahmen seines aktuellen Vermittlerbarometers ab.  

Berücksichtigt man nur Wahlpräferenzen der befragten Vermittler, würden Liberale und Union einen klaren Regierungsauftrag erhalten. Sowohl CDU/CSU als auch FDP kommen in der Umfrage auf jeweils 33 Prozent – damit ist die FDP unter Vermittlern überdurchschnittlich beliebt. Zu den Gründen hierfür macht der AfW keine Angaben.  

Keine Präferenzen für SPD, Linke und Grüne

Anzunehmen ist aber, dass vielen Vermittler das klare Bekenntnis der FDP gegen die Einführung einer Bürgerversicherung sowie die Ausweitung der privaten Altersversorgung, beispielsweise durch die Förderung von Investitionen auch in Infrastruktur, Aktien oder Unternehmensbeteiligungen, gefällt.   Wesentlich schlechter schneiden hingegen Parteien ab, die im politischen Koordinatensystem eher links verordnet werden.

Die Linke, die sich für die Abschaffung der Riester-Rente ausspricht, kommt bei Vermittlern nur auf sechs Prozent, die Sozialdemokraten, die einer Bürgerversicherung offen gegenüberstehen, nur auf sieben Prozent. Noch schlechter schneiden die Grünen ab, die auf gerade einmal vier Prozent kommen. Die AfD kommt auf 13 Prozent.  

AfW-Vorstand Frank Rottenbacher wollte dieses nun veröffentliche Ergebnis nicht als Wahlempfehlung verstanden wissen, sondern als Spiegelbild der politischen Stimmung unter den Vermittlern. „Es entspricht unserer Wahrnehmung, welche Parteien sich in den letzten Jahren besonders für die Belange der Vermittler eingesetzt haben.“

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