Versprechen Robotik-Fonds automatische Gewinne?

Investmentfonds Top News von Stefan Terliesner

Möglicherweise schon in wenigen Jahren werden Roboter in unserem Alltag selbstverständlich sein - im Haushalt, im Garten, auf der Straße und in Lagerhallen. Eine Riesenchance für Anleger.

Das Thema Robotik bietet Anlegern große Möglichkeiten.

Das Thema Robotik bietet Anlegern große Möglichkeiten.

Die Roboter kommen! Das konnten nicht zuletzt die Besucher der diesjährigen Industriemesse in Hannover eindrucksvoll erkennen. Die automatischen Helfer waren das Trendthema der Schau. Die Maschinen stoßen in immer neue Dimensionen vor. Ein paar Beispiele, über die Medien anlässlich der Ausstellung berichteten:  Der fahrende Lagerroboter Torsten orientiert sich im geschlossenen Raum, indem er seine Raddrehungen zählt und die Halle beim Fahren buchstäblich erfährt und sukzessiv kartiert.

Entwickelt wurde er von dem Transporttechnikspezialisten Torwegge aus Bielefeld. Dem Hersteller zufolge entscheiden mehrere dieser Geräte autonom, welche Maschine welche Aufgabe übernimmt. Zu Zusammenstößen komme es dabei nicht. Torwegge ist (leider) nicht an der Börse notiert.  

Menschlichen Gegner im Blick

Zudem war auf der Industrieschau ein zweiarmiger Industrieroboter mit „Händen“ zu sehen, die es dem Gerät des schwäbischen Maschinenbauers Schunk ermöglichen, mit Kleinteilen zu hantieren. Dank Sensorik kann der Automat sogar Temperatur und Beschaffenheit der Gegenstände erkennen. Aus Japan war ein intelligenter Tischtennisroboter vertreten. Mit Kameras erfasst das Spielgerät den Ball dreidimensional. Souverän wechselt der Blechkamerad blitzschnell zwischen Vor- und Rückhand, dosiert seine Schlagstärke mit Gefühl und hat seinen menschlichen Gegner stets genau im Blick. 

Die Liste der beeindruckenden Ingenieurleistungen ließe sich fortsetzen. Der eine oder andere Leser hat zu Hause vermutlich bereits einen automatischen Helfer im Einsatz – zum Beispiel einen Saugroboter von iRobot. Dieses Unternehmen ist an der Börse notiert. Allein in den vergangenen zwölf Monaten seit Juni 2016 ist der Aktienkurs um mehr als 180 Prozent gestiegen. Anfang 2013 waren die Papiere noch für 17 Euro zu haben; heute kosten sie rund 90 Euro (Stand: 23. Juni).

Fulminant entwickelte sich auch die Aktie des deutschen Unternehmens Kuka – und zwar schon lange bevor die chinesische Midea Group fast alle Titel kaufte. Aktuell beträgt der Streubesitz nur noch 5,5 Prozent.

Automaten aus dem Silicon Valley

Steil aufwärts kletterte zuletzt auch der Aktienkurs von Yaskawa. Eine weiteres Roboter-Papier aus dem Land der aufgehenden Sonne ist Fanuc. Aber auch die IT-Giganten auf der anderen Seite des Pazifiks haben längst das Potenzial der Automaten erkannt und drängen auf den Markt. Apple zum Beispiel hat kürzlich vom Staat Kalifornien die Erlaubnis erhalten, auf öffentlichen Straßen ein selbstständig fahrendes Auto zu testen.

Geht alles gut, dürften die Ergebnisse sogar den Aktienkurs des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt positiv beeinflussen, schreiben die Analysten der „Finanzwoche“. Und Apple-Wettbewerber Alphabet, der Mutterkonzern unter anderem von Google, lässt seine Tochter Waymo bereits seit 2009 an einem Roboterauto basteln.

Der Robotik-Aufschwung jedenfalls nimmt Fahrt auf. Neben der industriellen Fertigung könnten Roboter auch in der Seniorenbetreuung und Altenpflege zum Einsatz kommen. Vor allem im stark überalterten Japan, wo mangels Pflegekräften ein Notstand in Heimen droht, versorgen schon jetzt etliche Maschinen bedürftige Menschen. Die Boston Consulting Group sagt in einer Studie sogar eine „Revolution“ voraus. Die Managementberater schätzen das weltweite Wachstum der Robotik-Anwendungen auf jährlich 10 Prozent bis zum Jahr 2025. Bis dahin würden die entsprechenden Ausgaben auf 67 Milliarden Euro steigen.

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