Typklassenstatistik: Diesen Autofahrern drohen höhere Prämien

Versicherungen von Martin Thaler

28.000 Fahrzeuge hat der GDV hinsichtlich ihrer Schadensbilanzen untersucht. Jedoch wird es nur für wenige Autotypen im kommenden Jahr günstiger - eventuell.

Welche Fahrzeugbesitzer können sich eventuell auf sinkende Versicherungsbeiträge freuen?

Welche Fahrzeugbesitzer können sich eventuell auf sinkende Versicherungsbeiträge freuen? Foto: MichaelGaida - Pixabay.de

Welche Autos sorgen für höhere Versicherungskosten? Diese Frage stellen sich viele Autofahrer, wenn sie im Herbst in die Typklassenstatistik des Versicherungsverbandes GDV blicken. 28.000 verschiedene Automodelle wurden hierbei anhand ihrer jeweiligen Schadensbilanzen der Jahre 2014 bis 2016 untersucht: Wurden in dieser Zeit nur wenige Schäden und geringe Reparaturkosten verzeichnet, sinkt die Typklasse – für den Versicherungsnehmer wird die entsprechende KfZ-Versicherung somit eventuell günstiger.  

Wenig überraschend ist es somit, dass insbesondere viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs eine hohe Einstufung erhalten – schließlich gehen hier Schäden besonders ins Geld. Hoch eingestuft sind beispielsweise der Range Rover 3.0 TD, der Lexus NX 300 H oder die aktuelle Generation des BMW 730D.   Wesentlich günstiger wird es indes für Fahrer von Kleinwagen, wie dem Peugeot 108 1.0, des Citroen C4 Cactus 1.2 oder des Kia Picantos 1.0.  

Für die meisten Autofahrer bringt die diesjährige Typklassenstatistik indes keine Veränderungen. Wie der GDV mitteilte, bleiben für fast drei Viertel der Pkw in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Typklassen aus dem Vorjahr erhalten. In den Kaskoversicherungen ändert sich für jeweils die Hälfte nichts.  

Umstufungen mit Seltenheitswert

Deutliche Umstufungen weisen somit Seltenheitswert auf. Aufmerken sollten in diesem Jahr allerdings beispielsweise Besitzer eines Dacia Logan Kombi 0.9 oder eines Audi A4 Avant 2.0 TDIs – hier verbesserte sich die Typklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung jeweils um drei Stufen. In die andere Richtung geht es indes für Besitzer eines Jeep Renegade 1.4 T oder eines BMW 114I – diese verschlechterten sich um drei Klassen.  

Dass es für Besitzer dieser Autos durch die neue Eingruppierung jedoch teurer bzw. günstiger wird, ist nicht ausgemacht. Denn für die Versicherer ist bei der Kalkulierung der Tarife die Typklasseneinstufung unverbindlich. Darüber hinaus stellt sie nur eines von vielen Merkmalen bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages dar. Einbezogen in die Berechnungen werden beispielsweise auch die Ergebnisse der sogenannten Regionalstatistik, die der GDV in der vergangenen Woche bekannt gab.  

Die Typklasse für das jeweilige Auto kann hier abgerufen werden.

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