Perseus will mit Prävention punkten

Digital von Martin Thaler

Ein neues StartUp steigt in den Markt der Cyber-Sicherheit ein. Neben Sicherheitsschulungen und Hilfe im Schadensfall wollen die Berliner auch Versicherungen vermitteln.

Die Perseus-Gründer (von links): Inna Leontenkova, Steffen Teske und Sven Weizenegger.

Die Perseus-Gründer (von links): Inna Leontenkova, Steffen Teske und Sven Weizenegger. Foto: FinLeap

Perseus gilt als einer der größten Helden der griechischen Mythologie: Er tötete die Gorgonin Medusa und versteinerte mit ihrem abgeschlagenen Haupt den Titanen Atlas, aus dem somit das heutige Atlas-Gebirge wurde.  

In Zukunft soll sich Perseus auch noch für Verdienste um die Cyber-Sicherheit deutscher Unternehmen rühmen dürfen. Diesmal geht es allerdings nicht um den antiken Heroen, sondern um ein neues StartUp aus dem Hause FinLeap, das sich auch für den Versicherungsmakler Clark oder den zukünftigen Versicherer Element verantwortlich zeigt.  

Die Berliner wollen dabei mehr sein als bloßer Vermittler von Cyberversicherungen – vielmehr versteht man sich als eine Art Service-Club, also eine Art ADAC für den deutschen Mittelstand. Einen Schwerpunkt setzt das StartUp dabei beim Thema Prävention.  „Vielen Cyber Risiken liegen Kleinigkeiten wie beispielsweise Fehlverhalten von Mitarbeitern zugrunde“, erklärt Mitgründerin Inna Leontenkova. So werden Mitarbeiter gezielt zur Vermeidung von Cyber-Vorfällen im Arbeitsalltag geschult.  

Diese Schulungen sollen online durch „leicht verständliche Lernvideos“ erfolgen. Auch werde überprüft, ob die Lerninhalte von den Mitarbeitern verstanden bzw. auch berücksichtigt werden. Ein Beispiel: „Ein Mitarbeiter hat ein Lernvideo über Phishing-Mails gesehen. Zur Kontrolle schickt Perseus hinterher eine Phishing-Mail und wertet aus, wie der Mitarbeiter damit umgeht“, heißt es auf procontra-Nachfrage. Kommt es dennoch zu einem Schadensfall biete das Unternehmen Notfallhilfe an.  

Hinter der Gründung des Unternehmens stehen Sven Weizenegger, Steffen Teske und Inna Leontenkova. Letztere bringt Erfahrungen aus der Versicherungsbranche mit: So war sie laut Unternehmensangaben sieben Jahre für Aviva Insurance in London tätig, zudem habe sie auch das Berliner InsurTech Element mitgegründet. Element, das derzeit noch auf die Erteilung seiner Lizenz als Sachversicherer durch die Finanzaufsicht BaFin wartet, will sich als Risikoträger für Makler, InsurTechs oder E-Commerce-Anbieter positionieren.  

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