Kleinlein ätzt gegen Makler-Petition

Berater Top News von Michael Fiedler

Axel Kleinlein (BdV) hat die Petition von Makler Frank Dietrich gelesen – und für überflüssig befunden. Allerdings ohne auf die Fehlleistungen von Verbraucherschützern in der Beratung einzugehen. Das sorgte für heftigen Gegenwind von Maklern – aber auch von Versicherungsberatern.

Axel Kleinlein Versicherungsvertreter Versicherungsberater Verbraucherschützer

Hält die Petition von Frank Dietrich für überflüssig: Axel Kleinlein. Bild: procontra

Verbraucherschützer raten von der wichtigen Absicherung der Arbeitskraft ab oder raten dazu, statt auf die unsichere Berufsunfähigkeitsversicherung („Ob ich die Versicherung wirklich in Anspruch nehmen muss, weiß ich ja nicht.“) besser für die Altersvorsorge zu Sparen.
Dass derartige „Beratungsleistungen“ von vermeintlich seriösen Verbraucherschützern in der Öffentlichkeit Beachtung finden, ohne sanktioniert zu werden – dagegen richtete sich die Petition von Fachmakler Frank Dietrich aus Potsdam.

Warum meldet sich ausgerechnet Kleinlein?

In der Petition nicht angesprochen war Axel Kleinlein und der Bund der Versicherten. Das hielt den Vorstand aber nicht davon ab, auf Dietrichs Petition einzugehen. Kleinlein versuchte auf seinem Blog die Petition ins Lächerliche zu ziehen, indem er Forderungen von Dietrich überspitzte. So unterstellt Kleinlein, Dietrich würde für jeden, der sich in der Öffentlichkeit über Versicherungen äußert, einen Sachkundenachweis fordern. Nicht ungeschickt, wie Kleinlein daraufhin fragt, ob denn auch Alexander Erdland (GDV) und Felix Hufeld (BaFin) darüber verfügen.

Doch Kleinlein hat vielleicht auch einen anderen Grund, auf die Petition von Dietrich einzugehen. Denn einer der Kritisierten – nämlich IFF-Direktor Dr. Ulbricht – bloggt auch gern für den Bund der Versicherten. Und Ulbricht war – wie auch Kleinlein – früher in Diensten der Allianz Versicherung. Ehrensache, dass Kleinlein ihm „zu Hilfe“ eilt?

Reaktionen auf Kleinlein-Blog

Nimmt man die Reaktionen unter Kleinleins Blog-Beitrag zum Gradmesser, war die „Hilfsaktion“ nicht erfolgreich.
So führte Frank Mörcke aus, dass er auch weiterhin die Empfehlungen von „Verbraucherschützern“ als abschreckendes Beispiel in seine Beratungszyklen einbauen wird. Er fordert sogar seine Kunden auf, im Anschluss an seine Beratung Verbraucherschützer aufzusuchen und den Gegencheck zu machen. Seine Ausfallquote (nach eigenen Angaben): Null.
Auch Versicherungsberater Christian Müller (RWM Group) meldete sich zu Wort und ging auf die Firmenstruktur hinter dem Bund der Versicherten ein („Wir sind reinrassige Versicherungsberater ohne windschiefe Vertreterkonstellationen in Personalunion“).

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Seite 2: „BdV ist und bleibt vollständig unabhängig“

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