Generali: Verkäufe gehen weiter

Versicherungen Meistgeklickt von Martin Thaler

Die Generali verkauft ihre niederländische Tochter - in anderen Länder zieht sich der Versicherer ebenenfalls zurück. Auch in Deutschland stehen Umstrukturierungen zur Debatte.

Die Generali hat auch einen Käufer für ihre niederländische Tochter gefunden.

Die Generali hat auch einen Käufer für ihre niederländische Tochter gefunden. Foto: Generali

Die Generali verkauft ihr Versicherungsgeschäft in den Niederlanden. Das teilte der italienische Versicherer an diesem Mittwoch mit. Demnach werde der gesamte Anteil am Unternehmen „Generali Niederland N.V.“ in Höhe von 98,56 Prozent an den Konkurrenten „ASR Nederland“ verkauft.  

Als Kaufpreis wird eine Summe von 143 Millionen Euro genannt – allerdings könne dieser Betrag noch leicht steigen. Für die Italiener ist der Verkauf dennoch ein Verlustgeschäft – schließlich war das niederländische Unternehmen deutlich höher bewertet. Die Generali schätzt den hierdurch entstehenden Verlust auf 270 Millionen Euro.  Die Genehmigung der Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden vorausgesetzt, soll der Verkauf im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden.  

Der Verkauf der niederländischen Tochter ist nicht der einzige in der vergangenen Zeit. Nachdem Konzernchef Philippe Donnet zuletzt angekündigt hatte, dass sich die Generali aus nicht-essentiellen Märkten zurückziehen wolle, hat die Generali den Verkauf ihrer Töchter in Kolumbien (wurde von der Talanx übernommen), Panama und Guatemala verkünden können. Auch das belgische Geschäft soll zum Verkauf stehen – angeblich ist die Allianz hieran interessiert.  

Die Umstrukturierungspläne der Generali sollen laut Medienberichten insgesamt 15 Länder betreffen. Auch in Deutschland will der Versicherer sein Geschäft umbauen – eine personelle Umstrukturierung des Unternehmens wurde erst in der vergangenen Woche bekannt gegeben.  

Gerüchten zufolge soll auch das Leben-Geschäft in Deutschland zum Verkauf stehen bzw. in den Run-off geschickt werden. Angesichts dessen Größe wäre das ein Run-off in einer zuvor nie erreichten Größenordnung. Das Lebengeschäft soll dann in Zukunft nur noch über die Töchter Dialog bzw. AachenMünchener abgewickelt werden. Darüber hinaus bestehen Gerüchte, dass der Exklusivvertrieb an die DVAG übertragen werden soll.

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