Basler und Roland: Neue KMU-Policen

Versicherungen von Michael Fiedler

Kleine und mittelständische Unternehmen bleiben im Fokus der Produktschmieden der Versicherer. Basler bringt eine neue Cyber-Police auf den Markt, Roland bietet Klein- und Kleinstunternehmen nun Führungskräfte-Rechtsschutz an.

KMU sind im Fokus der Produktschmieden der Versicherer

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind im Fokus der Produktschmieden der Versicherer. Basler und Roland bieten neue Policen. Fotolia / auremar

Seit dem 1. September 2017 bieten die Basler Versicherungen eine Cyber-Police für kleine- und mittelständische Unternehmen (KMU) an, die u.a. alle Vermögensschäden, die durch Verletzungen der Informationssicherheit entstanden sind, absichert. Die Versicherung übernimmt auch Folgekosten, die z.B. bei der Ursachenermittlung entstehen. Auch Maßnahmen für Krisenkommunikation werden getragen.

Zudem werden Schadenansprüche Dritter bei Verletzung der Informationssicherheit befriedigt oder abgewehrt. In diesen Bereich seien einige Erweiterungen inklusive, wie die Balser mitteilte. Dabei handelt es sich beispielsweise um die E-Payment-(Ansprüche der E-Payment-Serviceprovider) oder Rechtsverteidigungskosten bei Straf-, Ordnungswidrigkeits- oder sonstigen behördlichen Verfahren. 

Cyber: Eigenschaden versichert

Auch Eigenschäden – etwa durch Betriebsunterbrechung oder Wiederherstellung von Daten und Programmen – sind im Basler-Produkt versichert. Die Versicherungssummen können pauschal von 250.000 Euro bis zu 5 Mio. Euro gewählt werden und gelten für alle Deckungsbausteine. Individuelle Sublimits und höhere Deckungssummen können vereinbart werden. Optional sind kostengünstige Präventionsprogramme.

Roland: Führungskräfte-Rechtsschutz für KMU

Klein- und Kleinstunternehmen bietet Roland seit dem 01. September 2017 einen Führungskräfte-Rechtsschutz an. Das Produkt leistet Versicherungsschutz bei Strafrechts-Delikten, Vermögensschäden und rechtlichen Auseinandersetzungen um den Anstellungsvertrag.
Unter Führungskräften sind auch leitende Angestellte, Abteilungsleiter und Prokuristen zu verstehen. Es gelten keine Umsatzgrenzen; um als KMU zu gelten, dürfen maximal 1000 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Top-Manager-Rechtsschutz erweitert

Auch der Top-Manager-Rechtsschutz wurde erweitert. Das Produkt enthält nun einen Beratungs-Rechtsschutz zum Anstellungsvertrag, der greift, wenn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet oder ein schriftliches Aufhebungsangebot vorgelegt wird. Zudem hat der Versicherer die prämienfreie Nachhaftungszeit im Straf-Rechtsschutz auf zwei Jahre verlängert. 

Hat das Unternehmen einen Straf-Rechtsschutz abgeschlossen, kann es u.U. auch dem Versicherungsschutz widersprechen. Zum Beispiel, wenn Mitarbeiter gegen die Pflicht verstoßen haben, das Vermögensinteresse des Unternehmens zu schützen oder auch bei ausgeschiedenen Mitarbeitern.
Diese Lücke soll im Top-Manager-Schutz mit der Veto-Police geschlossen werden. Sie kann nur in Abhängigkeit von der Unternehmens-Straf-Rechtsschutz-Deckung angeboten werden.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare