Steuer sei Dank! Ergo übertrifft Erwartungen

Versicherungen von Michael Fiedler

Ergo liegt im Plan, so Vorstandsvorsitzender Markus Rieß zur Geschäftsentwicklung. Die verlief positiver, als Mutter Munich Re erwartet hat. Grund dafür ist u.a. eine Steuergutschrift.

Dr. Markus Rieß Ergo macht Gewinn

Ergo macht Gewinn. Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Rieß sieht den Versicherer auf Kurs. Bild: procontra

Munich Re vermeldete Geschäftszahlen für Ergo. Demnach stieg das Konzernergebnis im 2. Quartal 2016 auf 104 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch -17 Mio. Euro. Eine Steuergutschrift habe das über den Erwartungen liegende Ergebnis begünstigt, hieß es von Munich Re.

Ergo macht Gewinn

Im ersten Halbjahr 2017 konnte Ergo einen Gewinn von 195 (-30) Mio. Euro verzeichnen. Das operative Ergebnis des Geschäftsfelds Ergo für die Monate April bis Juni sank auf 260 (463) Mio. Euro. Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender von Ergo und Vorstandsmitglied von Munich Re, sieht den Versicherer auf Kurs: „Das vor rund einem Jahr gestartete Ergo Strategieprogramm entwickelt sich gut. Wir liegen im Plan bei der Umsetzung der Maßnahmen wie auch bei der angestrebten Ergebnissteigerung. Ergo bleibt auf das Ziel verpflichtet, zum Abschluss des Strategieprogramms im Jahr 2021 einen nachhaltigen Ergebnisbeitrag von mehr als 600 Mio. € jährlich zum Konzernergebnis beizusteuern.“

Wie Munich Re mitteilte, konnten alle drei Segmente – Leben/Gesundheit Deutschland, Schaden/Unfall Deutschland und International – ihr Halbjahres-Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr stark verbessern.

  • Die Schaden-Kosten-Quote lag im Segment Schaden/Unfall Deutschland im 2. Quartal bei 92,7 (93,3) Prozent. Im 1. Halbjahr betrug sie 95,8 (95,9) Prozent.
  • Im Segment International verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote im 2. Quartal auf 98,7 (101,5) Prozent; im 1. Halbjahr lag die Quote bei 97,5 (97,9) Prozent.

Die Gesamt-Beitragseinnahmen (über alle Sparten hinweg) sanken im 2. Quartal um 1,0 Prozent und beliefen sich auf 4.447 (4.492) Mio. Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,9 Prozent auf 4.141 (4.106) Mio. Euro. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland stiegen die Bruttobeiträge um 2,6 Prozent auf 2.244 (2.188) Mio. Euro. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland lagen sie mit 657 (646) Mio. Euro ebenfalls über Vorjahresniveau. Im Segment International fielen sie um 2,6 Prozent auf 1.240 (1.272) Mio. Euro. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Erstversicherungseinheiten des aufgelösten Geschäftsfelds Munich Health im Segment Ergo International verbucht werden. Die Vorjahreswerte seien zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit angepasst worden, so die Munich Re.

Gewinnerwartung angehoben

Im Geschäftsfeld Ergo erwartet Munich Re nun eine Schaden-Kosten-Quote von 98 Prozent (bislang: 99 Prozent) für das Segment Schaden/Unfall Deutschland. Grund sei eine niedrigere Kostenquote, so der Rückversicherer. Die Münchener hoben die Gewinnerwartung für Ergo auf 200 – 250 Mio. Euro (bislang: 150 – 200 Mio. Euro) an.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare