Vorsorgen für die vierte Lebensphase

Versicherungen Thema Absicherung für die Familie von Markus Rieksmeier

Die Absicherung des Pflegerisikos bewahrt das Vermögen und die Würde des Menschen.

Die Familie steht im Vordergrund. Niels Westermann und seine Frau Sylvie sind ein bisschen stolz auf das Erreichte. Auf die Kinder, das Haus und auf ihren Zusammenhalt. Und der könnte bald auf eine harte Probe gestellt werden. Westermanns Mutter Victoria nähert sich bald der 80 und könnte einer von derzeit 2,5 Millionen Pflegefällen werden. Eine Pflegeversicherung spielte für Westermanns vor dem Beratungsgespräch mit ihrem Versicherungsmakler keine Rolle.

Erstens ist Geld immer knapp, und zweitens gibt es vor der Pflege und ihrer Versicherung Wichtigeres. Vor allem der BU- und der Hinterbliebenenschutz gehen Westermanns vor. Von plötzlichen Ereignissen wie Unfall abgesehen mag das Pflegerisiko für 40-Jährige abschätzbar sein, weil es noch nicht akut ist. Aber: „Die private Pflegevorsorge ist keine Altersfrage, sondern eine Frage des Bedarfs, der Möglichkeiten und vor allem der richtigen und passenden Lösung“, sagt Sandra Fäth von der Stuttgarter Leben. Also sollten Versicherungsmakler und Kunden sich um das Thema Pflege kümmern. Das ist leichter gesagt als getan.

Jetzt gibt es den Pflege-Bahr, die staatlich geförderte Pflegeversicherung. Nehmen? Nicht nehmen? „Wir meinen, dass eine Pflegerentenversicherung die bessere Lösung darstellt. Sie ist beitragsstabil und ihr Leistungsspektrum adäquat. Eine solche Versicherung bieten wir mit der Stuttgarter Pflegerente an. Diese zeichnet sich etwa dadurch aus, dass Demenz zur Einstufung in die Pflegestufe II führt. Im Gegensatz zum Pflege-Bahr und den Pflegetagegeldversicherungen, die Demenz in der Pflegestufe 0 abbilden“, erklärt Fäth von der Stuttgarter.

Pflege besteht heute aus drei Ebenen: der gesetzlichen, der geförderten und der privaten Pflegeversicherung. Das erinnert an das Rürup-Schichtenmodell und lässt sich auch so zuordnen – und erklären. Beides in einem erklärt, besser gezeigt, macht es dem Kunden einfacher. Und der Versicherungsmakler schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn Rente und Pflege in einem Bild gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Auch wenn der Makler zunächst „nur“ die Rentenschichten erläutert.

Die Pflege steht daneben, sozusagen auf Augenhöhe. Geht der Makler später oder in Folgegesprächen auf das „neue“ Thema Pflege ein, dann kennt (!) der Kunde das Erklärungsbild bereits. Er wird dabei auch nicht überfordert, weil er sich im schlimmsten Fall nur sechs Begriffe ansehen muss. Pflege und Rente sollten eine gleich große Priorität haben: „Wenn versäumt wird, Pflegevorsorge als zentrales Element einer nachhaltigen Kunden- und Familienabsicherung in den Blick zu nehmen, übersieht man, dass eine fehlende Vorsorge auch schnell zu einem erheblichen Risiko werden kann“, so Philipp J. N. Vogel von der Deutschen Familienversicherung. Um das Vermögen der Eltern und der erwachsenen Kinder zu schützen, sind Pflege-Bahr als Einstieg und die ergänzende Tagegeldversicherung wichtige Instrumente der Vorsorge.

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Quelle: OJO_Images/istock

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