Lloyd’s will nicht zahlen – US-Rapper zieht vor Gericht

Panorama von Michael Fiedler

Nach dem Abbruch der „Saint Pablo Tour“ fordert US-Hip-Hop-Star Kayne West 10 Millionen Dollar von seiner Versicherung. Mit welchen Argumenten der Versicherer versucht, die Zahlungen zurückzuhalten.

Trouble Insurance Kim Kardashian Kayne West

Kayne West und Kim Kardashian (rechts; Hintergrund) auf dem MTV Music Awards 2016. Nun gibt es Ärger mit der Versicherung. Bild: picture alliance

Rückblende: Im November 2016 bricht Kayne West ein Konzert in Sacramento nach nur wenigen Stücken ab. Und das, obwohl der Auftritt bereits anderthalb Stunden später als geplant begann. Am 21.11.2016 wurde der Rapper schließlich in die berühmte Nervenklinik UCLA eingeliefert und alle verbliebenen 21 Auftritte der „Saint Pablo Tour“ wurden abgesagt. Zum Ärger der Fans: Zwar würden die Kosten für die Tickets rückerstattet - aber nur zum Normalpreis. Unter der Hand sollen für Tickets 300 Dollar gefordert worden sein.

Tour-Abbruch: Versicherer verweigert Zahlung

Nun hat der Tour-Abbruch ein juristisches Nachspiel. Wie der „Hollywood Reporter“ berichtet, habe West über seine Firma Very Good Touring, Inc. eine Klage über zehn Millionen Dollar (rund 8,5 Millionen Euro) gegen seinen Versicherer eingereicht. Grund: Vertragsbruch. Die Versicherer (Lloyd’s of London) weigern sich, für den Tour-Abbruch einzustehen. Die Erschöpfungszustände des heute 40-Jährigen führen die Versicherer wohl auf den Konsum von Marihuana zurück.

West soll nach Aussagen von Insidern zum Zeitpunkt seines Zusammenbruchs über 48 Stunden wach gewesen sein. Nur wenige Wochen vor der Tour-Absage war Wests Ehefrau Kim Kardashian in Paris überfallen worden. Möglicherweise ein Indiz dafür, dass sich der Rapper damals in einer psychischen Ausnahmesituation befunden hat.

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