Hamburger Pools bündeln IT-Kräfte

Berater Top News von Martin Thaler

Die Maklerpools Netfonds und maxpool wollen bei der IT-Entwicklung zusammenarbeiten. Die gemeinsamen Ziele sind ehrgeizig, die technische Marktführerschaft wird angepeilt. Ist eine Fusion beider Pools jetzt die logische Folge?

maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes und Netfonds-Chef Karsten Dümmler.

maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes und Netfonds-Chef Karsten Dümmler. Fotos: maxpool/ Netfonds

Im Markt der Maklerpools ist momentan reichlich Bewegung. Der Übernahme von softfair durch die Gesellschafter des Münchener Pools Fonds Finanz folgte nur kurze Zeit später die Übernahme des IT-Anbieters VorFina. Vergangene Woche drehte der Konkurrent aus Oberursel, die BCA, das Vorstandskarussell und gab überraschend den Abschied von ihrem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Oliver Lang bekannt.  

Nun folgt die nächste Schlagzeile aus dem Norden der Republik: Die Hamburger Maklerpools  Netfonds und maxpool gaben bekannt, bei der IT-Weiterentwicklung künftig zusammenarbeiten zu wollen. Hierzu beteiligt sich Netfonds an der maxpool-Tochtergesellschaft „maxpool IT & Dienstleistungsgesellschaft mbH“, die sich in diesem Zusammenhang in „Finfire Solutions GmbH“ umbenennt.

Ziel der Zusammenarbeit sei es, bestehende IT-Systeme wie das Kundenverwaltungsprogramm „maxOffice“ (maxpool), das Endkundenportal „Sekretär“ (maxpool), die Beraterplattform fundsware pro (Netfonds) und die Wertpapier-Verwaltungssysteme von Netfonds gemeinsam weiter zu entwickeln. „Die Bündelung von Ressourcen beim Engpassfaktor IT wird unsere Entwicklungsgeschwindigkeit deutlich erhöhen und damit für beide Unternehmen Wettbewerbsvorteile und vor allem für unsere Kunden erhebliche Mehrwerte bringen“, heißt es hierzu von Seiten der jeweiligen Vorstände Karsten Dümmler (Netfonds), Oliver Drewes und Daniel Ahrend (beide maxpool).

Synergieeffekte und Kostensenkungen

Durch die Kooperation in diesem Gebiet könne man sowohl  Know-How und Kreativität als auch die Umsetzungsgeschwindigkeit weiter steigern, so die Erwartungshaltung der beiden Pools.  

Als nächstes steht in dieser Hinsicht die Markteinführung des Endkundenportals „Sekretär“ auf der Agenda. Diese hatte sich aufgrund der unklaren Gesetzeslage im Hinblick auf die Verabschiedung der IDD deutlich verschoben: Unter anderem, weil „Sekretär“ den Maklern den Einstieg in die Honorarberatung anbieten will. Die Einführung erfolge jedoch unabhängig von der nun beschlossenen Kooperation, erklärte maxpool-Chef Drewes, kündigte gegenüber procontra jedoch gemeinsame Projekte an, ohne hierzu allerdings Details nennen zu wollen.  

Neben Synergieeffekten bei der Entwicklung versprechen sich die Pools auch Kostensenkungen durch die Zusammenarbeit. „Immerhin sind die Kosten der Technik bei wohl jeder Poolgesellschaft die zweitgrößte Ausgabeposition, nach den Gehaltskosten“, führt Drewes gegenüber procontra aus: „Insofern haben wir jetzt einen bedeutsamen Schritt genommen.“

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