Diese Immobilienfonds stehen Anlegern noch offen

Investmentfonds Top News von Martin Thaler

Einen sogenannten „Cash Stop“ verhängt hat auch die Fonds-Gesellschaft KanAm, die 2013 mit dem „Leading Cities Invest“ einen neuen Fonds, der sich auf Immobilien in großen Metropolen spezialisiert hat, an den Markt brachten: Seit 10. Juli werden auch hier keine weiteren Anteile mehr ausgegeben. Die Frankfurter verfahren nach der sogenannten CashCall/CashStop-Strategie. „Sobald wir eine lohnende Investition an uns binden können, wird ein CashCall ausgerufen, in der Zwischenzeit kein Geld angenommen“, erläutert Birnbaum das Verfahren. 

Zwei CashCalls habe der Fonds in diesem Jahr bereits durchgeführt und damit Objekte in München und Brüssel gekauft. Die nächsten Investitionen werden geprüft, heißt es von Seiten KanAms – allerdings stellt Birnbaum klar, dass der Fonds nur auf eine „handhabbare“ Größe anwachsen soll (Maximalgröße: 2 Milliarden Dollar).  

Kontingente fast erschöpft

Geschlossen hat seit vergangenem Jahr auch der OIF „WohnSelect D“ des Fondsanbieters Wertgrund. Auch wenn das Unternehmen im Juli drei Objekte für den Fonds erwarb, sei in absehbarer Zeit kein CashCall geplant, teilt Thomas Meyer, Vorstandsvorsitzender der Wertgrund Immobilien AG, mit. „Ein CashCall soll erst dann durchgeführt werden, wenn die bestehende Liquidität im Fonds abgebaut ist bzw. für Objektankäufe verwendet wurde und das Fremdfinanzierungspotenzial des Fonds weiter ausgeschöpft wurde.“ Beides sei jedoch nur möglich, wenn passende Immobilien zum Erwerb gefunden würden.

Sehr gefragt sind bei vielen Anlegern auch die Immobilienfonds der Deka (Deka-ImmobilienEuropa, Deka-ImmobilienGlobal und WestInvest InterSelect). Mittels eines Systems werden den einzelnen Sparkassen dabei Kontingente zugeteilt – ist dieses aufgebraucht, können die Kunden keine Anteile mehr bei dieser Sparkasse erwerben. Bei einer anderen kann dies allerdings durchaus noch möglich sein.

„Aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Offenen Immobilienfonds sind die vereinbarten Kontingente nahezu erschöpft und wir gehen davon aus, dass wir die hohe Nachfrage in diesem Jahr nicht vollständig befriedigen können“, erklärt Torsten Knapmeyer, Geschäftsführer Deka Immobilien gegenüber procontra. Privatanleger könnten dann nur noch mittels Sparplänen weiter in die Fonds investieren.  

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