Das waren 2016 die erfolgreichsten Vertriebswege

Berater Top News von Martin Thaler

Der Digitalisierung zum Trotz: Der Direktvertrieb konnte im vergangenen Jahr nur unwesentlich profitieren. Für Makler entwickelte sich das Geschäfte indes stabil.

Der GDV hat ermittelt, auf welchem Wege 2016 am meisten Versicherungen verkauft wurden.

Der GDV hat ermittelt, auf welchem Wege 2016 am meisten Versicherungen verkauft wurden. Foto: 3dman_eu - Pixabay.de

Wer sein Auto versichern möchte, macht dies immer häufiger über den Direktvertrieb oder über Vergleichsportale, wie Check24 oder Verivox. Knapp ein Fünftel aller Neuabschlüsse erfolgte 2016 über diesen Vertriebsweg, wie sich der neuen Vertriebswegestatistik des Versicherungsverbands GDV entnehmen lässt.  

Damit setzt sich der Trend der Vorjahre weiter fort. 2014 waren es noch 16,3 Prozent aller Neuabschlüsse, 2015 17,9 Prozent, im vergangenen Jahr nun also 18,5 Prozent.  

Auch abgesehen von der KfZ-Versicherung kann der Direktvertrieb im Bereich Schaden/Unfall weiter zulegen, wenn auch nur leicht auf 13,9 Prozent des Neugeschäfts (2015: 13,6 Prozent).   Wer als Makler nun aber glaubt, dass dieser Bereich für ihn verloren ist, irrt. Denn auch Makler konnten bei Hausrat, Haftpflicht und Co. zulegen: 27,2 Prozent des Neugeschäfts erfolgten über sie, 2015 waren es noch 26,9 Prozent gewesen, 2014 jedoch über 28 Prozent.  

Dennoch: Der Direktvertrieb ist im Bereich Schaden/Unfall verhältnismäßig erfolgreich – in den Versicherungssparten Leben (2,3 Prozent) und Krankenversicherung (6,1 Prozent) sieht er indes nur wenig Stiche, im Bereich Leben ging sein Anteil am Neugeschäft sogar zurück (2015: 3 Prozent).

Erfolgreichster Vertriebskanal in allen Branchen bleiben die Einfirmenvermittler, die in den Branchen Leben (41,4 Prozent) und Kranken (57 Prozent) sogar zulegen konnten.  

Überraschend sind diese Zahlen trotz der fortschreitenden Digitalisierung für den GDV indes nicht. „Die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs hat auch die klassischen Vertriebswege erreicht“, erklärt Elisabeth Stiller, Leiterin Vertrieb beim GDV. „Viele Vermittler nutzen für die Kommunikation mit ihren Kunden selbstverständlich soziale Netzwerke und Messenger-Apps. Diese Dimension der Digitalisierung bildet eine reine Abschluss-Statistik nicht ab.“

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