Das sind die besten bAV-Tarife

Berater Top News von Martin Thaler

Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz könnte die bAV-Nachfrage einen großen Schub erfahren, ist sich das Institut für Vorsorge und Finanzplanung sicher. Zum siebten Mal hat das IVFP deshalb Direktversicherungen auf Herz und Nieren geprüft.

Das IVFP hat die besten Direktversicherungen gekürt.

Das IVFP hat die besten Direktversicherungen gekürt. Foto: PatternPictures - Pixabay.de

In den letzten Zügen ihrer gemeinsamen Regierungszeit hat die Große Koalition noch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRStG) auf den Weg gebracht. Es soll, wie der Name bereits vermuten lässt, die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge weiter ausbauen und insbesondere Unternehmen ermuntern, die diese ihren Mitarbeitern bislang noch nicht angeboten haben.

„Am Markt gibt es enormes Potenzial“, betont Professor Dr. Thomas Dommermuth, Beiratsvorsitzender des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). „Knapp 13 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Klein- und mittelständischen Betrieben haben keine betriebliche Altersversorgung, davon sind 80% ohne Tarifvertrag“, erläutert Dommermuth.  

Zwar geht das im Betriebsrentenstärkungsgesetz festgezurrte Sozialpartnermodell an diesen vorbei (gilt nicht für Unternehmen ohne Tarifbindung), allerdings würde das Gesetz auf andere Weise punkten und somit die bAV-Verbreitung fördern können, glaubt Dommermuth.    

Hervorzuheben seien unter anderem:  

  • Ein 15-prozentiger Zuschuss, den Arbeitgeber bei Entgeldumwandlungen ab 2019, bei zuvor vereinbarten Entgeltumwandlungen ab 2022, zahlen müssen, wenn sie hierdurch Sozialversicherungsbeiträge sparen  

  • Arbeitgeber erhalten, wenn sie Geringverdienern (Bruttoeinkommen von maximal 2.200 Euro) Zuschüsse zwischen 240 und 480 Euro pro Jahr gewähren, 30 Prozent des Beitrages als Förderung vom Staat. So erhielten auch Arbeitnehmer eine bAV, die es sich sonst nicht hätten leisten können  

  • Ein wichtiger Baustein, ebenfalls für Geringverdiener gedacht, sei die Einführung eines Freibetrags von maximal 204,50 Euro, der nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird  

Doch Dommermuth sieht auch Grund zur Klage: So sei „die Ausweitung der Doppelverbeitragung bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung durch mangelnde sozialversicherungsrechtliche Flankierung des erweiterten § 3 Nr. 63 EStG ein falsches Zeichen“. So muss auch auf Betriebsrenten der volle Beitragssatz zur Krankenversicherung von 14,6 Prozent gezahlt werden. So müssen oft zweimal Beiträge auf Betriebsrenten gezahlt werden – bei der Einzahlung sowie bei der Auszahlung. Änderungswünschen des Bundesrates damals hatte die Bundesregierung jedoch widersprochen.  

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