Berliner InsurTech Coya: Makler sind teures Problem

Versicherungen von Florian Burghardt

Die Coya AG will nicht weniger als Europas führender digitaler Sachversicherer werden. Mit an Bord ist auch ein Facebook-Milliardär. Was das InsurTech weiter plant und warum es an Maklern kein gutes Haar lässt.

Mit den Millionen ihrer Investoren im Gepäck will das InsurTech Coya die Kunden von den hohen Kosten im Versicherungsvertrieb entlasten.

Mit den Millionen ihrer Investoren im Gepäck will das InsurTech Coya die Kunden von den hohen Kosten im Versicherungsvertrieb entlasten. Bild: IWMedien/Pixabay

Neue Konkurrenz für Flypper, One, Element und Co. Größtenteils unbemerkt ist das InsurTech Coya innerhalb des letzten Jahres in Berlin entstanden. Laut verschiedenen Online-Portalen erfolgte die Eintragung ins Handelsregister am 22. September 2016 mit der Firmierung als Aktiengesellschaft. Der Plan: Coya will Europas führender digitaler Sachversicherer werden.

Wie das Unternehmen heute mitteilte, befindet es sich bereits im Lizenzierungsprozess bei der BaFin und plant seinen deutschen Markteintritt in 2018. Mit innovativen und transparenten Produkten will das Start-up nicht weniger als das Konzept der Absicherung revolutionieren und dabei näher am Kunden sein.

Geplant sind Sachversicherungen, zunächst nur für Privatkunden. Gesundheits- oder Lebensversicherungen sind nicht vorgesehen. Coya will dabei digitale Basistechnologien, die Kunden mittlerweile in ihrem Alltag voraussetzen, auch auf deren Beziehung zu ihrem Versicherer übertragen. Die Integration von Technologien des 21. Jahrhunderts in ihre Geschäftsprozesse hätte die traditionelle Versicherungsindustrie bislang verpasst, so einer der Investoren des Start-ups.

Stelldichein der großen Geldgeber

Stichwort Investoren: Ermöglicht wurde der Aufbau des InsurTechs mit über 30 Mitarbeitern und der Lizenzantrag bei der BaFin durch das Einsammeln von mehr als 10 Millionen US-Dollar an Kapital. Unter den Geldgebern befindet sich auch der Fonds Valar Ventures des US-amerikanischen und deutschstämmigen Milliardärs Peter Thiel. Neben vielen großen Projekten ist Thiel Mitgründer des Zahlungsdienstleisters Paypal und soll mit seinem frühen Investment von 500.000 Dollar in Facebook mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn gemacht haben.

Mit dabei sind auch viele weitere bekannte Investoren und Business Angels wie zum Beispiel Rolf Schrömgens (Trivago), Marco Knauf (true fruits) sowie Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller (Kreditech).

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