Wie Makler junge Menschen erreichen - Teil 3

Berater Top News von Martin Thaler

Karrierecoaching und Finanzplanung aus einer Hand - diesen Service bietet Maklerin Andrea Nicola Mayr. Wie sie hier Schnittstellen schafft und was sie ihren Kunden rät, lesen Sie im Interview mit der jungen Maklerin.

Verbindet Karrierecoaching mit Finanzberatung: Maklerin Andrea Nicola Mayr.

Verbindet Karrierecoaching mit Finanzberatung: Maklerin Andrea Nicola Mayr. Foto: Privat

procontra:  Versicherungs- und Finanzfragen gelten unter Jugendlichen als wenig attraktiv. Wie schaffen Sie es dennoch, Ihr Interesse zu wecken?  

Andrea Nicola Mayr: Zugegeben, ein ganz „jugendliches“ Klientel bediene ich nicht. Meine Kunden sind in etwa zwischen 23 – 35 Jahre alt, überwiegend akademisch geprägt und auch an aktuellen Themen interessiert. Aktuell gebe ich z.B. ein Finanz-Seminar für Ingenieure die kurz vor ihrem Abschluss und Eintritt in die Berufswelt stehen – ich muss das Interesse also nicht erst wecken, es ist bereits da.

procontra: Sie bieten zusätzlich zu ihren Tätigkeiten als Maklerin auch Karrierecoaching an. Wie genau funktioniert das und wie schaffen Sie hier Schnittstellen zwischen den beiden Tätigkeiten?

Mayr: Meine zweite Leidenschaft ist auf jeden Fall das Karrierecoaching. Hier biete ich immer wieder meine B&B-Seminare an (B&B = Bewerbung & Berufsstart), in denen ich meine Teilnehmer aktiv einbinde und ihnen all meine Tipps + Tricks zum Thema der Bewerbung verrate. Auf Wunsch arbeite ich mit ihnen die Bewerbung auch vollständig aus. Dabei kommuniziere ich ganz offen, dass ich mich zu den Themen der Finanzplanung auskenne und auf Wunsch gerne helfe. 

Meine Art der Werbung besteht darin, dass mich die Seminarteilnehmer als Mensch wahrnehmen, als jemanden, den sie mögen und für kompetent erachten. Diejenigen kommen dann auch gerne wieder – und das sind tatsächlich die meisten, was mich sehr freut. Wichtig ist auf jeden Fall: Niemand darf bedrängt oder gar belästigt werden, es wird vollkommen offen kommuniziert.  

procontra: Wo bieten Sie diese Seminare an und welchen Umfang haben diese? Sind diese immer auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten? 

Mayr: Die Seminare biete ich hier in unserer Lounge in unserer Bürogemeinschaft „Andrea & Thomas“ an. Wir haben hierfür extra einen Seminarraum. Im Schnitt dauern die Seminare 3-4 Stunden und sind auf Studierende ausgelegt, die sich zeitnah bewerben möchten und mit vielen Fragestellungen in dem Bereich (z.B. Bewerbung ausarbeiten, Vorstellungsgespräch, Gehaltsverhandlungen, Vorbereitungen auf den Berufsstart) konfrontiert sind. Kooperationen direkt gibt es keine. Manchmal werde ich empfohlen, manchmal kommen Fachschaften auf mich zu.    

procontra:  Was erwarten junge Menschen von Versicherungen?

Mayr: Dass diese zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis einspringen, wenn man sie benötigt.      

procontra: Oft wird gerade jungen Leuten fehlende Finanzbildung attestiert. Wie erleben Sie das?

Mayr: Das sehe ich anders. Ich habe viele Kunden, die sich vorher genauestens im Detail in die unterschiedlichen Themen eingearbeitet haben und auf professionellem Niveau ihre Fragen stellen können. Die Menschen sind in der Regel gut informiert. Natürlich gibt es auch Kunden, die keine Lust haben, sich stundenlang in diese Themen einzuarbeiten. Hier ist es dann natürlich meine Aufgabe, helfend zur Seite zu stehen, die Themen auf angenehme, etwas frischere Art und Weise zu erklären. Letztlich ist es aber immer typenabhängig, wie viel Zeit die Menschen bereits vor der eigentlichen Beratung thematisch investieren möchten.   

procontra: Welche Produkte sind denn aus Ihrer Sicht für junge Menschen ein absolutes Muss?

Mayr: Ich denke, ich erfinde hier das Rad nicht neu und schließe mich da den gängigen Meinungen der Verbraucherschützer an: eine gute Haftpflicht (um Ansprüche Dritter zu bedienen und sein Vermögen zu schützen) sowie eine richtig gute Berufsunfähigkeitsversicherung (um die eigene Arbeitskraft und alle Lebensziele & Wünsche, die damit hätten aufgebaut werden sollen, zu sichern) sind essentiell. Ich halte es darüber hinaus für äußerst wichtig, dass sich jeder mit dem Thema Gesundheit bzw. dem Gesundheitssystem beschäftigt. Letztlich steckt natürlich jeder Mensch in einer ganz individuellen Situation, auf die es mit individuellen Empfehlungen einzugehen gilt.  

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