PKV/GKV: So wechseln Rentner aus der PKV

Berater von Michael Fiedler

Krankenversicherung: Der Wechsel von der Privaten in die Gesetzliche Krankenversicherung wird leichter. Grund dafür ist eine neue gesetzliche Regelung. Unter welchen Voraussetzungen der Wechsel ab August 2017 möglich sein wird.

Rentner Wechsel Krankenversicherung

Der Wechsel von der PKV zur GKV im Alter wird leichter, berichtet der Bundesverband der Rentenberater. Fotolia / bilderstoeckchen

Privatversicherte können ab 1. August 2017 unter bestimmten Voraussetzungen in die Pflichtversicherung der Rentner (KVdR) wechseln. Möglich macht das eine Gesetzes Änderung, die zum 01. August in Kraft tritt. Demnach

Der entscheidende Satz lautet: „Auf die (…) erforderliche Mitgliedszeit wird für jedes Kind, Stiefkind oder Pflegekind eine Zeit von drei Jahren angerechnet.“
 „Das ist eine sehr gute Nachricht für alle Rentner, die bisher viel Geld für ihre Krankenversicherung bezahlen mussten. Denn ein Wechsel wird jetzt möglich und kann in vielen Fällen sehr viel Geld sparen“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V.

Wann ist ein Wechsel möglich?

Laut Meldung der Rentenberater ist die sogenannte 9/10-Regelung maßgeblich für einen möglichen Wechsel. Sie besagt, dass Rentner in der zweiten Hälfte ihres Arbeitslebens mindestens zu 90% der Zeit in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein mussten. Und zwar egal, ob freiwillig, pflicht-, oder familienversichert. Da ab dem 1. August 2017 auf diese Zeit für jedes Kind pauschal 3 Jahre angerechnet werden, sollten Betroffene nun die mögliche Mitgliedschaft in der KVdR prüfen lassen.

Aktiv werden!

„Leider wird das nicht automatisch umgestellt“, kritisiert Herbrich. „Also müssen die Betroffenen selbst aktiv werden. Weder die Krankenversicherung und schon gar nicht die Deutsche Rentenversicherung werden das von sich aus in die Wege leiten.“
Diese Neuregelung wird auch auf Altfälle angewendet, also auch für Alle, die am 1. August 2017 bereits Rentner sind.

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