IDD: NRW will Fortbildungspflicht konkretisieren

Berater IDD von Martin Thaler

Der Bundesrat hat grünes Licht gegeben für die IDD-Umsetzung in deutsches Recht. Ausgearbeitet werden muss nun noch die Fortbildungsverpflichtung - das Land NRW mahnte schon einmal vor Unverhältnismäßigkeiten.

Bei der IDD warnt das Bundesland Nordrhein-Westfalen vor Unverhältnismäßigkeiten im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung.

Bei der IDD warnt das Bundesland Nordrhein-Westfalen vor Unverhältnismäßigkeiten im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung. Foto: frankolor - fotolia.com

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am vergangenen Freitag wie erwartet grünes Licht für das Betriebsrentenstärkungsgesetz und die Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD gegeben.

Zusätzlich zur IDD wurde auch ein Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen verabschiedet. In diesem hatte sich das Bundesland dafür stark gemacht, dass die Bundesregierung bei der Ausgestaltung der Weiterbildungspflicht auf „unverhältnismäßige Anforderungen“ verzichten möge. Durch die IDD wird eine verpflichtende Weiterbildung von 15 Stunden im Jahr für Versicherungsvermittler eingeführt. Die Details hierzu will der Bundestag in einer Rechtsverordnung später festlegen.  

Hierzu heißt es im NRW-Antrag: „Die Konkretisierung der Weiterbildungsanforderung in der Rechtsverordnung sollte mit Augenmaß erfolgen und unnötige bürokratische Belastungen vermeiden, wie unverhältnismäßige formale Anforderungen an Formate, Dokumentation und Nachweis der Weiterbildung.“ Berücksichtigt werden solle dabei auch die heterogene Vertriebsstruktur, so dass sich Vermittler berufsgruppenspezifisch individuell nach ihren jeweiligen Anforderungen in der Beraterpraxis aus- und fortbilden können.  

„Ziel muss ein zielgruppenspezifisches Anforderungsprofil für die Weiterbildung bei Berücksichtigung der Beratungsanforderungen sein“, heißt es weiter im Antrag, dem die Länderkammer schließlich ihre Zustimmung erteilte.  

Bei der IDD war es praktisch auf den letzten Drücker zu entscheidenden Änderungen im Gesetzesentwurf gekommen. Nach diesen können Makler weiterhin zwischen Provision und Honorar entscheiden, im Privatkunden- wie auch im Firmengeschäft. Von Seiten der Bundestags-Opposition hatte es aufgrund der Last-Minute-Korrekturen heftige Kritik gegeben. 

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