Hypoport bietet Maklern und Versicherern eine Plattform

Digital von Martin Thaler

Der Finanzdienstleister Hypoport greift in den Versicherungsmarkt ein. Das Tochterunternehmen Smart InsurTech bringt eine digitale Plattform auf den Markt, die Maklern und Versicherern Zeit und Geld sparen soll.

Die Hypoport-Zentrale in Berlin.

Die Hypoport-Zentrale in Berlin. Foto: Hypoport

Wenn es um die Vermittlung von Immobilienkrediten geht, wird die börsennotierte Hypoport AG wohl den meisten ein Begriff sein. Beim Thema Versicherungen sieht die Sache wohl schon ein wenig anders aus. Das soll sich in Zukunft aber ändern.  

Wie Hypoport am Mittwoch bekannt gab, hat die hundertprozentige Unternehmenstochter Smart InsurTech GmbH eine „vollintegrierte digitale Plattform für die Versicherungsbranche“ entwickelt.  

Die Plattform soll insbesondere Vermittlern den Alltag erleichtern. Bislang musste sich der Makler, wollte er mit einer Versicherung zusammenarbeiten, mit dem IT-System des Versicherers verbinden. Hier hat so ziemlich jeder Versicherer sein eigenes System, so dass der Makler entsprechend viele unterschiedliche Zugänge braucht, zudem unterschiedliche Dateiformate etc. beachten musst. Ein Prozess, der zeitintensiv ist und Nerven kostet.  

Hier soll nun die Plattform von Smart InsurTech ansetzen und will eine einheitliche Schnittstelle zwischen Vermittler und Versicherungsunternehmen schaffen. „Von der Bestandsübertragung über die Policierung bis zur Provisionsabrechnung können alle Prozesse ohne Medienbruch abgedeckt werden“, heißt es hierzu von Hypoport. Aktuell seien bereits mehr als 300 Versicherer angebunden, heißt es auf procontra-Nachfrage.

„Die webbasierten Prozesse sind ein entscheidender Vorteil, um die Effizienz und Leistungsfähigkeit zu steigern und auf den Margendruck zu reagieren“, lässt Hypoport-Vorstand Stephan Gawarecki mitteilen. So sollen Versicherer, aber auch Vermittler ihre Kosten für Verwaltung und IT merklich zurückfahren können. Zielgruppe des Unternehmens sind größere Vertriebsorganisationen, heißt es auf procontra-Nachfrage. Finanziert werden soll die Plattform über Transaktionsgebühren – so soll der Makler 0,5 Prozent des Jahresnettobeitrages der über die Plattform verwalteten Bestandspolicen zahlen.  

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