600 Millionen Euro Schaden durch Rasmund und Paul

Versicherungen von Martin Thaler

In nur zwei Wochen haben Unwetter für Schäden in Höhe von 600 Millionen Euro gesorgt. Betroffen war Haus- wie Autobesitzer gleichermaßen.

Unwetter haben Ende Juni/ Anfang Juli in nur zwei Wochen Schäden in Höhe von 600 Millionen Euro verursacht.

Unwetter haben Ende Juni/ Anfang Juli in nur zwei Wochen Schäden in Höhe von 600 Millionen Euro verursacht. Foto: arnolgs - Pixabay.de

Im vergangenen Jahr waren es die Unwetter „Elvira“ und „Friederike“, die den Versicherern einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro bescherten. In diesem Jahr drücken „Paul“ und „Rasmund“ auf die Schaden-Kosten-Quote. Unwetter, die sich zwischen dem 20. Juni und 2. Juli dieses Jahres ereigneten – vor allem besagte Tiefdruckgebiete – sorgten für einen zu versichernden Schaden in Höhe von 600 Millionen Euro. Dies schätzt der Branchenverband der deutschen Versicherer GDV mit.  

Demnach verteilten sich die entstandenen Schäden je zur Hälfte auf einerseits beschädigte Wohnungen samt Hausrat sowie Industrie- und Gewerbebetriebe, zur anderen Hälfte auf kaskoversicherte Autos.   Besonders der Norden Deutschlands, aber auch Berlin und Brandenburg, waren von den Unwettern hart getroffen worden. Starkregen von bis 200 Litern auf einen Quadratmeter in nur 24 Stunden sorgte allein für Schäden in Höhe von 60 Millionen Euro, vor allem im Bereich Berlin/ Brandenburg.

Vollkasko-Schutz für das Haus

„Extreme Wetterlagen mit Sturm, Hagel und stärksten Regenfällen sind auch in Deutschland nichts Ungewöhnliches“, sagte GDV-Geschäftsführungsmitglied Bernhard Gause. „Sie können jederzeit in jedem Landstrich auftreten und hohe Schäden anrichten.“  

Verbunden hat der GDV seine Kostenschätzung mit einem erneuten Aufruf an alle Versicherten, eine Elementarschutzversicherung als Zusatzbaustein zu ihrer Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung abzuschließen. „Feuer- und Sturmversicherung allein sind noch kein Vollkasko-Schutz für das Haus“, so Gause. 

Über eine Elementarversicherung haben Versicherte die Möglichkeit, sich zusätzlich gegen Überschwemmungen abzusichern. Zwar nahm die Abdeckungsquote über die vergangenen Jahre konsequent zu. Mit 40 Prozent Abdeckung verfügen jedoch weiterhin mehr als die Hälfte aller Hausbesitzer über keine entsprechende Absicherung.  

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