Versicherungswirtschaft: Maschmeyer kündigt Rückkehr an

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Rund zehn Jahre nach dem Verkauf der AWD will Carsten Maschmeyer sich wieder in der Versicherungsbranche engagieren. Welche Unternehmen für ihn für ein Investment in Frage kommen und welche Erwartungen er für Vermittler hat, darüber sprach Maschmeyer auf der Digisurance.

Sprach auf der Digisurance über seine Rückkehr in die Versicherungsbranche, wenn auch nur als Investor.

Sprach auf der Digisurance über seine Rückkehr in die Versicherungsbranche, wenn auch nur als Investor. Foto: Fiedler/ procontra

„Meine Schamfrist, mich in diesem Bereich zu engagieren, ist vorbei.“ Mit dieser Aussage war der Auftritt von Carsten Maschmeyer, ehemaliger Chef des Finanzvertriebs AWD, auf der diesjährigen Digisurance angekündigt worden. Eine Aussage, die Maschmeyer bekräftigen sollte: „Jetzt geht es los“, erklärte er im Hinblick auf eine verstärkte Investmenttätigkeit seinerseits in neue FinTechs, „nun werden wir verstärkt Ausschau halten“.  

Der Bereich Versicherungen war von der Maschmeyer Group, zu der unter anderem die Investmentgesellschaft Seed & Speed gehört, bislang ausgeklammert worden. „Ich wollte nach dem AWD-Verkauf einfach nicht unter den Generalverdacht kommen, ,er kann es einfach nicht lassen’, erläuterte der 58-Jährige seine jahrelange Zurückhaltung. Nun sehe die Sache allerdings anders aus, schließlich böten die heutigen FinTechs ein komplett anderes Geschäftsmodell als damals AWD.  

Genaue Summen, wie viel er in Fin- und InsurTechs investieren wollte, nannte Maschmeyer zwar nicht, wohl aber, welche Kriterien für ein Investment von ihm notwendig seien. So müsse das Unternehmen in seinen Augen eine echte Innovation anbieten können, „etwas, für das man bereit ist, Schlange zu stehen, „erklärte Maschmeyer weiter.  

Ein weiterer wichtiger Faktor für ein Investment von ihm stelle zudem die personelle Ebene dar. „Sind die Gründer beratungsfähig, sind sie zur Selbstreflexion fähig?“ Schließlich sei es mit der finanziellen Unterstützung nicht getan, vielmehr suche man von Seiten Maschmeyers die Möglichkeit zur aktiven Zusammenarbeit. Insbesondere in puncto Vertrieb und Kommunikation könne man den jungen Firmen unter die Arme greifen, erklärte der ehemalige AWD-Chef.  

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