"Online und Makler sind ,Brothers in Soul'"

Versicherungen Digital Top News von Martin Thaler

Der geplante Versicherer "Flypper" präsentiert mit Peter Loisel seinen neuen Vorstandsvorsitzenden. Welche Rolle im Vertriebsmix er für Makler vorsieht und was Fußballtrainer Ralph Hasenhüttl hiermit zu tun hat, lesen Sie im Interview.

Peter Loisel (links) soll neuer Vorstandsvorsitzender beim neuen Versicherer von Dominic Groenen werden.

Peter Loisel (links) soll neuer Vorstandsvorsitzender beim neuen Versicherer von Dominik Groenen werden. Fotos: VAV/ procontra

Dominik Groenen kann bei der Gründung seines eigenen Versicherers „Flypper“ weiter Fortschritte vermelden. Mit dem Österreicher Dr. Peter Loisel, derzeit noch Vorstand bei der zur VHV Versicherung gehörenden VAV-Versicherung (seit 2010), konnte Groenen jetzt einen Vorstandsvorsitzenden für sein Unternehmen präsentieren. Ab Juli wird er einsteigen, zudem wird er auch am Unternehmen beteiligt sein.

procontra: Herr Loisel, sie sind momentan Vorstand bei einem etablierten Versicherer in Österreich. Was ist jetzt die Motivation für sie, bei einem neuen Player einzusteigen?  

Peter Loisel: Wir haben jetzt mit Knip, Wefox, Getsafe etc. die erste Digitalisierungswelle erlebt, die mit ihren Brokermodellen allerdings digital an ihre Grenzen stoßen. Als reine Vermittler sind sie in ihren digitalen end-to-end-Prozessen vom Willen und den Schnittstellen der Versicherer abhängig. Ich glaube daher, dass die Zeit jetzt reif ist für einen digitalen Versicherer. Und bei so einem Unternehmen dabei zu sein und das noch mit einer Beteiligung, ist natürlich reizvoll. Der Wechsel vom kleinen Österreich ins große Deutschland – das ist ein bisschen so wie ein Trainerwechsel von der österreichischen Liga in die große Bundesliga.  

procontra: Mit welchem Trainer würden Sie sich da gerne vergleichen?  

Loisel: Wenn er mir nicht böse über diesen Vergleich ist, am liebsten natürlich mit Ralph Hasenhüttl [Anm. der Red.: derzeitiger Trainer von Red Bull Leipzig].

procontra: Herr Groenen, warum haben Sie sich für einen Vorstandssprecher aus Österreich entschieden und nicht jemanden, der den deutschen Markt besser kennt?  

Dominik Groenen: Wir haben bei flypper viele Mitstreiter,  die den deutschen Markt sehr gut kennen. Viel entscheidender für unsere Auswahl war deshalb die Identifikation mit „flypper“ sowie auch der Punkt, dass es menschlich miteinander passt. Dr. Loisel ist zudem jemand, der mit der VAV in Österreich sehr innovativ agiert. So war die VAV einer der ersten Versicherer, der im „Durchblicker“, quasi dem österreichischen Check24, war und die VAV hat mit 25% online-Umsatz auch die höchte digitale Affinität im Markt. Vollkommen unbekannt ist der deutsche Markt Dr. Loisel zudem nicht, so war er unter anderem auch zwei Jahre für die Allianz in Deutschland tätig. Darüber hinaus war er ja auch Mitglied im Executive Comitee der VHV. Von daher bin ich überzeugt, dass wir die vollkommen richtige Wahl getroffen haben.  

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