Makler, helft euch selbst!

Berater Top News von Michael Fiedler

Facebook-Gruppen verzeichnen eine wachsende Bedeutung. Makler tauschen sich aus, helfen einander bei Fachfragen. Ein Teil der Makler-Facebook-Gemeinde trifft sich aber auch offline. procontra sprach mit Christian Müller darüber.

Christian Müller Versicherungsberater

Hilft Maklern, sich on- und offline zu vernetzten: Versicherungsberater Christian Müller. Bild: RWM Group/ Bearbeitung procontra

procontra: Sie organisieren als Gruppen-Administrator der Facebook-Gruppe „Versicherungsmaklerforum Deutschland“ ein Treffen einiger Teilnehmer. Wird aus der Online-Vernetzung nun doch wieder offline? 

Christian Müller: Facebook-Gruppen haben in der Maklerschaft eine große Bedeutung erlangt und werden intensiv genutzt. Dabei geht es um konkrete Fragestellungen zu Produkten, Konzepten oder allgemeiner Natur. Die Themenvielfalt zieht sich über alle Sparten hinweg. Als Administratoren des Versicherungsmaklerforums Deutschland versuchen wir, auch Impulse zu geben, z.B. durch moderierte Fallstudien oder kuratierten Inhalt. Einige Teilnehmer kennen sich online schon über mehrere Jahre und da kam auch der Wunsch auf, sich einmal offline zu treffen. Diesen Wunsch haben wir aufgegriffen, weil wir es als sinnvolle Ergänzung betrachten. Und die Resonanz gibt uns Recht. Über 80 Makler machen sich am 1. Juni auf den Weg nach Kassel. Bei einer Gruppe von 1.400 Personen ist das eine erstaunlich hohe Anzahl. Zumal einige auch Reisewege aus Berlin, München, Hamburg und auch dem Allgäu auf sich nehmen.  

procontra: Worin sehen Sie die Vorteile solcher Offline-Treffen? 

Müller: Im Offline-Bereich stehen mehr Ebenen der Kommunikation zur Verfügung. Zum Beispiel kann man komplexe Themen auch mal mit einem Blatt Papier und einem Stift erläutern. Da gibt es online einfach Grenzen. Geht es um Schnelligkeit der Antwort, Recherche in der Gruppe oder um das Zusammentragen von Informationen und Fakten, ist online besser. Neben der rein technischen Ebene sollte man das Miteinander und auch das „Wir-Gefühl“ nicht unterschätzen. Aus der Erfahrung von historischen Gruppentreffen zeigt sich, dass der Umgangston danach im Forum deutlich an Wertschätzung zunimmt. Man kennt sich, weiß sein Gegenüber anders einzuschätzen und kann auch mal bei hitzigen Themen zwischen den Zeilen lesen. Das ist schon ein großer Mehrwert für die ganze Community.

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