Krankenkassen fehlen Beiträge in Milliardenhöhe

Berater von Florian Burghardt

Die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherung haben eine neue Rekordhöhe erreicht. Besonders eine Gruppe von Versicherten schuldet das Geld. Und hat zudem noch andere Probleme.

Vor allem freiwillig gesetzlich versicherten Selbstständigen fehlt das Geld für die monatlichen GKV-Beiträge.

Vor allem freiwillig gesetzlich versicherten Selbstständigen fehlt das Geld für die monatlichen GKV-Beiträge. Bild: schuldnerhilfe/Pixabay.com

Private Zuzahlungen in Milliardenhöhe und ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag, der auf zwei Prozent zusteuert. Man könnte meinen, die gesetzlichen Krankenkassen halten ihr Geld für dringend benötigte Leistungen zusammen.

Doch die insgesamt 113 Kassen haben immer höhere Außenstände bei ihren freiwillig versicherten Mitgliedern. Seit Ende 2013 sei dieser Wert von 2,22 Milliarden Euro auf das Rekordniveau von 6,64 Milliarden Euro gestiegen, berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital. Unter Berufung auf Zahlen des Bundesversicherungsamtes heißt es weiter, dass der Großteil dieser Schulden mit rund fünf Milliarden Euro auf die freiwillig versicherten Selbstständigen entfällt.

Nichts übrig für die Sicherheit

Die monatlichen Beiträge würden vor allem kleine Selbstständige regelmäßig überfordern. Ab einem Monatseinkommen von 4.350 Euro wird der Höchstbetrag von rund 760 Euro monatlich für die Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

Der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, wird von Capital zitiert: „Leider steigt die Summe der Beitragsschulden kontinuierlich an, da es Menschen gibt, die ihre Beiträge aufgrund eines fehlenden oder unregelmäßigen Einkommens nicht zahlen können." Wie eine Studie zeigt, fehlt es vielen Selbstständigen aber nicht nur an genug Geld für die GKV-Beiträge, sondern auch für ihre Altersvorsorge.

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