Komposit: Über 600 Tarife im Test

Berater Top News von Florian Burghardt

Das Analysehaus Ascore hat hunderte Policen aus dem SHURS-Bereich unter die Lupe genommen. Wie das Rating funktioniert und wer die Testsieger sind.

Insgesamt 672 Tarife hat der Softwarehersteller Ascore in seinem diesjährigen Komposit-Scoring untersucht.

Insgesamt 672 Tarife hat der Softwarehersteller Ascore in seinem diesjährigen Komposit-Scoring untersucht. Bild: geralt/Pixabay.com

Der Komposit-Bereich ist seit jeher ein Eckpfeiler der Versicherungswirtschaft. Doch gerade in Zeiten niedriger Zinsen gewinnt er für Anbieter und Vertrieb nochmals an Bedeutung. Laut einer Studie wollen einige SHUK-Versicherer in dieser Phase brillieren und planen deshalb milliardenschwere Investitionen in die Digitalisierung ihrer Prozesse. Mit flypper steht zudem der erste digitale Versicherer mit Schwerpunkt Komposit in den Startlöchern.

Der Hamburger Hersteller von Versicherungsberatungs-Software, Ascore, hat auch in diesem Jahr einen Test verschiedener Schadenversicherungen für Privatkunden durchgeführt und zu jeder Produktsparte eine Rangliste erstellt. Bewertet wurden:

  • 93 Tarife von 42 Anbietern in der privaten Haftpflichtversicherung (PHV) für Singles  
  • 93 Tarife von 42 Anbietern in der PHV für Familien   
  • 52 Tarife von 35 Anbietern in der Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Hunde   
  • 46 Tarife von 32 Anbietern in der Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Pferde   
  • 100 Tarife von 40 Anbietern in der Hausratversicherung   
  • 52 Tarife von 26 Anbietern in der Wohngebäudeversicherung   
  • 28 Tarife von 15 Anbietern in der Rechtsschutzversicherung   
  • 75 Tarife von 30 Anbietern in der Unfallversicherung (UV)   
  • 69 Tarife von 28 Anbietern in der Kinder-UV   
  • 64 Tarife von 27 Anbietern in der Senioren-UV

Bei der Auswahl der insgesamt 672 Tarife und ihrer Anbieter deckt Ascore nicht das gesamte am Markt befindliche Angebot ab. So listet die BaFin beispielsweise in der PHV 68 tätige Versicherungsunternehmen. In den 42 Anbietern im Ascore-Rating sind zudem ein paar Assekuradeure enthalten, die die Tarife einiger ebenfalls enthaltener Versicherer vertreiben.

Die Hamburger Analysten verzichten bei ihren Ratings größtenteils auf Direktversicherer und orientieren sich bei der Auswahl an den Favoriten der Vermittler, die ihre Beratungssoftware nutzen. „Allerdings kann jede Gesellschaft am Scoring teilnehmen und Tarifunterlagen zur Verfügung stellen, da die Teilnahme am Scoring für den Produktanbieter völlig kostenfrei ist – wir lehnen niemanden ab“, erläutert Ascore-Analystin Anne-Marie Hübner auf procontra-Nachfrage.

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