Jagdfeld vs. Signal Iduna: Neue Bewegung im Prozess

Sachwerte Top News von Martin Thaler

Anstatt dass die Klage in dieser Woche abgewiesen wird, lässt das Gericht Medienberichten zufolge den gesamten Signal-Iduna-Vorstand vorladen. Im Lager von Immobilienunternehmer Jagdfeld wächst die Hoffnung, als Sieger aus dem Prozess hervorzugehen.

Die Signal Iduna wird auf Schadenersatz in Höhe von über 500 Millionen Euro verklagt.

Die Signal Iduna wird auf Schadenersatz in Höhe von über 500 Millionen Euro verklagt. Foto: Signal Iduna

Im Prozess zwischen Immobilien-Unternehmer Anno August Jagdfeld und dem Dortmunder Versicherer Signal Iduna müssen die Streitparteien weiter auf ein Urteil warten. Wie das Handelsblatt berichtet, wurde ein Termin, bei der die Klage Jagdfelds abgewiesen werden sollte, in dieser Woche abgesagt.  

Das Landgericht Dortmund will nun stattdessen den gesamten Vorstand des Versicherers vorladen, berichtet die Zeitung weiter. Dies alles lässt darauf deuten, dass das Gericht sich den Argumenten des Immobilien-Unternehmers zugänglich zeigt. Beim letzten Termin vor Gericht im Dezember vergangenen Jahres hatte sich eine solche Entwicklung noch nicht angekündigt – damals hatte der Vorsitzende Richter Willi Pawel noch einen Vergleich zwischen den beiden Parteien vorgeschlagen und erklärt, dass es für die Anschuldigungen Jagdfelds keinerlei Beweise gebe.  

Im Streit geht es um zu geringe Ausschüttungen an dem von Jagdfeld aufgelegten Adlon-Fonds. Hierauf hatte sich eine Schutzgemeinschaft der Anleger gebildet. Für diese sprach ein Berliner Rechtsanwalt, der Jagdfeld scharf in der Öffentlichkeit kritisierte und später auch wegen Untreue anzeigte. Jagdfeld sieht hierin eine „Rufmordkampagne“, für die die Signal Iduna verantwortlich sein soll.  Jagdfeld verlangt von der Versicherung insgesamt 536 Millionen Euro Schadenersatz, die Signal Iduna sieht die Anschuldigungen als haltlos an. 

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