GDV: Riester-Rente wirkt für Geringverdiener

Berater von Florian Burghardt

Über die Wirkung der Riester-Rente wird viel diskutiert. Der GDV betonte nun deren Nutzen für Menschen mit geringem Einkommen. Wer wie viel an Zulagen und Steuerermäßigung erhält und wie häufig Förderung verschenkt wird.

Dank der Kinderzulage beziehen Frauen durchschnittlich eine höhere Förderung als Männer.

Dank der Kinderzulage beziehen Frauen durchschnittlich eine höhere Förderung als Männer. Bild: PublicDomainPictures/Pixabay.com

Wenn die Riester-Rente eines tut, dann ist es polarisieren. "Riester ist gescheitert", hieß es unlängst von Seiten der Linken. Daran könne aus Sicht der Oppositionspartei auch die geplante Erhöhung der Grundzulage nichts ändern.

Nun kommt erneut Gegenwehr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Die Riester-Rente wirkt. Von den staatlichen Zulagen profitieren vor allem Menschen mit geringeren Einkommen. Die geplante Erhöhung der Grundzulage macht Riester insbesondere für diese Zielgruppe noch attraktiver“, erklärte GDV-Geschäftsführungsmitglied Dr. Peter Schwark.

Dabei beruft sich der Gesamtverband auf die Zulagenempfänger-Statistik der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) über das Jahr 2013. Neuere endgültige Daten würden laut dem GDV noch nicht vorliegen.

Frauen kassieren mehr Zulage als Männer

Demnach hatten 41 Prozent der Zulagenempfänger weniger als 20.000 Euro rentenversicherungspflichtiges Einkommen. Dies trifft auf mehr als jede zweite Frau unter den Zulagenempfängern zu (55 Prozent). Unter den männlichen Zulagenempfängern gibt es nur 22 Prozent Geringverdiener.

Frauen sind es auch, die stärker von der staatlichen Förderung profitieren. In 2013 erhielten sie durchschnittlich 373 Euro an Zulagen beziehungsweise Steuerermäßigung. Bei den Männern waren es durchschnittlich 288 Euro. In dieser Differenz schlägt sich nieder, dass Frauen wesentlich häufiger eine Kinderzulage erhalten. Generell scheint das Interesse von Frauen an der Riester-Rente zu steigen

In den, mittlerweile kontinuierlich abschmelzenden Bestand an Riester-Verträgen, wurden in 2013 Beiträge in Höhe von 10,4 Milliarden Euro eingezahlt. Zulagen und Steuerermäßigung hatten daran einen Anteil von 36 Prozent (3,7 Milliarden Euro). Etwa 60 Prozent der Vertragsinhaber schöpften dabei ihren Zulagenanspruch voll aus. Knapp 20 Prozent leisteten einen so niedrigen Eigenbeitrag, dass sie weniger als die Hälfte der möglichen Förderung erhielten. 

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