Das sind die besten offenen Immobilienfonds

Investmentfonds von Florian Burghardt

Das Fondsanalysehaus Scope hat die Qualität von offenen Immobilienfonds bewertet. Für Privatanleger und Vermittler dürften einige Veränderungen in den Ranglisten interessant sein. Derweil ist Deutschland nicht mehr das Lieblings-Terrain der Investoren.

Investitionen in US-Immobilien (im Bild: Chicago) werden bei den OIFs immer beliebter.

Investitionen in US-Immobilien (im Bild: Chicago) werden bei den OIFs immer beliebter. Bild: Unsplash/Pixabay.com

Das Berliner Finanzanalysehaus Scope hat erneut die am deutschen Markt befindlichen offenen Immobilienfonds (OIF) miteinander verglichen. Privatanlegern stehen 13 OIFs zur Auswahl. Vier davon konnten ihr Ratingergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessern, zwei andere Fonds verschlechterten sich.

Maßgeblich für ein gutes Ratingergebnis ist unter anderem eine möglichst niedrige Bruttoliquiditätsquote. Dieser Wert sank laut Scope in den ersten Monaten des Jahres auf durchschnittlich 21 Prozent, nachdem er in 2016 von derselben Höhe aus auf 22,9 Prozent gestiegen war. Viele Anbieter rechnen für die nahe Zukunft aber wieder mit einem Anstieg der Liquiditätsquote.

Als weiteren Faktor für Verschiebungen der OIF-Ranglisten im Vergleich zu 2016 nennt Scope die gestiegene durchschnittliche Vermietungsquote (aktuell 94,6 Prozent). Im Vorjahr waren im Schnitt 93,8 Prozent der Gebäude in den Portfolios der Fonds vermietet. Das Spektrum bei den Vermietungsquoten der 13 privaten Publikumsfonds reicht aktuell von 89,1 bis 99,1 Prozent.

Deutschland nur noch Nummer Zwei

Die Analyse zeigt auch, dass Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren als beliebtester Investitionsstandort abgelöst wurde. Mehr als ein Drittel des gesamten Investitionsvolumens in Höhe von 6,2 Milliarden Euro floss 2016 in die USA. In deutsche Immobilien wurde mit 1,1 Milliarden (17 Prozent) nur noch am zweitmeisten investiert.

Für die nahe Zukunft erwartet Scope, dass die Fondsmanager ihre Mittelzuflüsse auch weiterhin beschränken werden. Nicht alle Anleger, die in offene Immobilienfonds investieren möchten, werden daher auch zum Zuge kommen. Dieser Nachfrageüberhang biete aber auch Potenzial für neue Fondsprodukte. Diese müssten beim Aufbau ihrer Portfolios allerdings auf das aktuell hohe Preisniveau auf vielen immobilienmärkten achten, um sich keinen zu hohen Abwertungsrisiken im Falle von Wertabschwüngen auszusetzen.

Seite 1: Verbesserungen bei Vermietungen und Liquidität
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