BT-Wahl: Die Wunschliste der Verbraucherschützer

Berater Top News von Martin Thaler

Darüber hinaus setzt sich die vzbv auch für eine paritätische Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung ein. Bislang ist der Anteil der Arbeitgeber gedeckelt, alle Ausgabensteigerungen werden von den Arbeitnehmern durch Zusatzbeiträge getragen. „Angesichts der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen werden diese stetig steigen und viele Verbraucher überfordern“, fürchten die Verbraucherschützer.  Aus diesem Grund müssten die Kosten wieder gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden.  

Auch beim Thema Pflege sehen die Verbraucherschützer Nachbesserungsbedarf. Hier schreibt der vzbv, dass die Leistungssätze der sozialen Pflegeversicherung nicht die tatsächlichen Pflegekosten abdecken. Dieser Punkt ist wohl unbestritten und hat sich auch durch das Pflegestärkungsgesetz II nicht großartig geändert. Die Verbraucherschützer fordern in diesem Zusammenhang, die Leistungssätze entsprechend an die realen Pflegekosten anzupassen. Viele Menschen scheinen sich darauf aber nicht verlassen zu wollen und sorgen privat mit einer Pflegeversicherung vor. So gibt es nach Zahlen des PKV-Verbands insgesamt 3,41 Millionen Pflegezusatzversicherungen – mit steigender Tendenz.  

Mehr Geld für Marktwächter

Eine weitere Forderung betrifft die Verbraucherzentralen selbst: Schließlich geht es ihnen um die weitere Förderung des Marktwächter-Projekts durch die Politik. Deren Förderung (insgesamt für das Projekt Marktwächter Finanzen 12,4 Millionen Euro) ist nur noch bis 2017 gesichert. „Die Marktwächter liefern empirische Erkenntnisse für Politik und Entscheidungsträger und tragen so zu einer empirisch fundierten Verbraucherpolitik bei“, erklären die Verbraucherschützer.  

Unter „Weitere Erwartungen an die Verbraucherpolitik“ macht sich der vzbv zudem für eine verbraucherfreundliche Ausgestaltung von Vergleichsportalen sowie eine Vereinheitlichung bei der Finanzaufsicht (unter dem Dach der Bafin) stark. 

Den gesamten Forderungskatalog der Verbraucherschützer finden Sie hier. 

Seite 1: AV: Ein kostengünstiges Standardprodukt ist notwendig
Seite 2: Änderungswünsche für GKV und Pflege

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