BT-Wahl: Die Wunschliste der Verbraucherschützer

Berater Top News von Martin Thaler

Vor der Bundestagswahl bringt sich der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Position: Provisionsverbot, Änderungen bei Pflege und in der GKV, ein neues Altersvorsorgeprodukt - die Wunschliste des vzbv ist lang.

Der vzbv unter ihrem Vorsitzenden Klaus Müller hat einen Forderungskatalog anlässlich der kommenden Bundestagswahl veröffentlicht.

Der vzbv unter ihrem Vorsitzenden Klaus Müller hat einen Forderungskatalog anlässlich der kommenden Bundestagswahl veröffentlicht. Foto: vzbv

Wenige Monate vor der Bundestagswahl bringen sich nicht nur die Parteien thematisch in Stellung, sondern auch die unterschiedlichen Interessengruppen. Vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gibt es in diesem Zusammenhang einen ganzen Forderungskatalog, der gleich 15 Punkte enthält.  

Neben der Kostengerechtigkeit bei der Energiewende sowie dem Verbraucherschutz in der digitalen Welt werden auch die Themen Versicherung sowie Beratung hierbei behandelt. Gleich an erster Stelle taucht die Forderung nach der Einführung nach einem Non-Profit-Altersvorsorgeprodukt auf. Verbunden ist diese Forderung mit Kritik an der bestehenden Riester-Förderung (deren Grundzulage jüngst angehoben wurde): „Die Riester-Förderung soll das Sparen fördern, hat aber bis heute in der Breite keine effizienten Produkte hervorgebracht.“

Kapitalanlage zum Selbstkostenpreis

Deshalb sei ein einfaches und kostengünstiges Standardprodukt notwendig, dessen Kapital zum Selbstkostenpreis ohne Gewinninteressen verwaltet werden sollte. Während die Treuhänderschaft hierfür beim Staat liegen sollte, würde die Kapitalanlage „weiterhin in den Händen von Investmentprofis“ liegen. Ein Opt-out-Modell würde für eine entsprechend hohe Verbreitung sorgen.

Damit in engem Zusammenhang steht die bereits zuvor geäußerte Forderung nach einem Provisionsverbot in der Beratung. Zur Begründung heißt es hierzu nur: „Die Finanzberatung finanziert sich meist über die in Produktpreisen einkalkulierten Provisionen. Auch bei vielen Vergleichsportalen spielen Provisionen eine Rolle und können Verbraucher zu schlechten Finanzentscheidungen verleiten.“ Die Folgen würden die Menschen dann Jahre später ausbaden müssen, nämlich: „Mindererträge, Mehrkosten durch überteuerte und unflexible Verträge, gelegentlich auch Wertverluste durch zu riskante Produkte oder unnötige Produktwechsel.“  

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