Bei InsurTechs sprießen massig neue Vertriebs-Jobs

Versicherungen von Florian Burghardt

Immer wieder ist von Stellenabbau in der Branche die Rede. InsurTechs hingegen suchen verstärkt Personal. Vor allem Vertriebskräfte sind gefragt. Wer sonst noch begehrt ist und wie es die klassischen Marktteilnehmer handhaben, zeigt eine Studie.

Sowohl InsurTechs als auch traditionelle Marktteilnehmer suchen vor allem Vertriebskräfte.

Sowohl InsurTechs als auch traditionelle Marktteilnehmer suchen vor allem Vertriebskräfte. Bild: Joblift

Nicht alle InsurTechs sind gekommen um zu bleiben. Was sich bei den jungen Unternehmen aber konstant erhöht, ist deren Bedarf an Personal. So wächst die Zahl der Stellenausschreibungen von InsurTechs mehr als doppelt so schnell wie bei den traditionellen Branchenteilnehmern.

Das hat die Jobsuchmaschine Joblift herausgefunden. So haben die etablierten Versicherer und Vertriebsunternehmen in den vergangenen 24 Monaten insgesamt 32.744 Stellenanzeigen veröffentlicht. Deren Anzahl wuchs durchschnittlich um vier Prozent pro Monat. Dies sei, trotz verschiedener Stellenabbauprogramme bei einigen Versicherern, auf eine verstärkte Rekrutierung im IT-Sektor zurückzuführen, erklärte Joblift. Gerade in den Bereichen „Data Analytics“ und „Mobile“ wollen Versicherer zeitnah vermehrt investieren.

Studium, Vertrieb, Berlin

Die InsurTechs veröffentlichten im selben Zeitraum zwar nur 1.595 Stellenanzeigen. Das monatliche Wachstum betrug bei ihnen aber neun Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei den traditionellen Unternehmen. Im branchenübergreifenden Bundesdurchschnitt liegt das Wachstum bei drei Prozent.

Die jungen, stark digitalisierten Unternehmen suchen in erster Linie nach Mitarbeitern für den Vertrieb (Sales-Manager: 15 Prozent aller Stellenanzeigen). Es folgen Programmierer (12 Prozent), Kundenberater (10 Prozent) und Marketingmanager (9 Prozent). Vorrangig gesucht werden Bewerber mit Hochschulabschluss (26 Prozent).

Auch bei den traditionellen Marktteilnehmern sind Fachkräfte für den Vertrieb am stärksten nachgefragt. Laut Joblift richten sich 13 Prozent aller Stellenanzeigen an Versicherungsmakler. Auf den Plätzen folgen Kundenberater (8 Prozent) und Programmierer (6 Prozent). Meistens verlangen die Unternehmen dabei als Qualifikation eine Fachausbildung (46 Prozent).

Die Stellenanzeigen der InsurTechs konzentrieren sich größtenteils auf Berlin. Zwei Drittel der Unternehmen suchen Personal für ihre Standorte in der Hauptstadt. Bei den traditionellen Unternehmen sind die Arbeitsplätze geographisch deutlich breiter gestreut. Leicht heraus stechen hier die Versicherungsstandorte München (9 Prozent) und Köln (8 Prozent). 

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