Arag-Leben-Abwicklung bekommt grünes Licht

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Die Frankfurter Leben-Gruppe darf den Lebensversicherungsbestand der Arag kaufen. Die Bestandsübertragung ist nicht die einzige in der vergangenen Zeit.

Die Arag darf ihr LV-Geschäft an die Frankfurter Leben-Gruppe verkaufen.

Die Arag darf ihr LV-Geschäft an die Frankfurter Leben-Gruppe verkaufen. Foto: Arag

Der Verkauf der Arag Lebensversicherung an die Frankfurter Leben-Gruppe ist in trockenen Tüchern. Wie der Versicherer mitteilte, gab die deutsche Finanzaufsicht BaFin nun ihre Zustimmung, das Inhaberkontrollverfahren wurde erfolgreich abgeschlossen. Nach dem vollständigen Abschluss des Verkaufsprozesses werde die Arag Lebensversicherungs-AG in Frankfurt Münchener Lebensversicherung AG umbenannt, heißt es weiter.  

Der Kauf beinhaltet einen Bestand von 322.000 Verträgen, Kapitalanlagen in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro und einen Wechsel von rund 120 Mitarbeitern.  

„Durch den Verkauf des Lebensversicherungsgeschäftes werden sich entscheidende Risikopositionen in unserem Portfolio verbessern“, erläuterte Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender, Vorstandsvorsitzender der ARAG SE. Der Konzern könne nun unabhängiger von der Volatilität der Finanzmärkte agieren. Auch wenn der Bestand an fondsgebundenen Versicherungen zuletzt zugelegt hatte, besteht rund die Hälfte des Bestands noch aus klassischen Lebensversicherungen. Hier kämpfen die Versicherungen darum, die teils hohen Gewinnversprechungen an die Kunden zu erfüllen.  

Vollkommen aus dem Geschäft mit der Altersvorsorge will sich die Arag allerdings nicht zurückziehen. So sollen statt eigener Lebensversicherungsprodukte der Alten Leipziger vermittelt werden.  

Die Übernahme des Arag-Geschäfts durch die Frankfurter Leben-Gruppe, hinter der die chinesische Fosun-Gruppe steckt, ist nicht das einzige Runoff-Geschäft der vergangenen Monate. Im April war bekannt geworden, dass die Viridium-Gruppe die BaFin-Erlaubnis erteilt bekommen hat, den Bestand der Protektor Lebensversicherungs-AG zu erwerben. Zuvor hatte die Frankfurter Leben-Gruppe bereits den Bestand der deutschen Basler Leben übernehmen. Einen regelrechten Runoff-Boom mag die Finanzaufsicht allerdings nicht erkennen, wie Exekutivdirektor Frank Grund auf der Jahrespressekonferenz der BaFin erklärte. 

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