Versicherungskaufmann kämpft gegen Berufsverbot

Panorama von Martin Thaler

Einem Angestellten einer Versicherungsagentur wird vorgeworfen, seinen Arbeitgeber mit fingierten Schadensanträgen um 70.000 Euro betrogen zu haben. Vor Gericht geht es nun um seine Zukunft.

Vor dem Waldbröler Amtsgericht geht es um die Zukunft eines 23-jährigen Versicherungskaufmanns, der seinen Arbeitgeber betrogen haben soll.

Vor dem Waldbröler Amtsgericht geht es um die Zukunft eines 23-jährigen Versicherungskaufmanns, der seinen Arbeitgeber betrogen haben soll. Foto: succo - Pixabay.de

Ein Versicherungskaufmann soll seinen Arbeitgeber um rund 70.000 Euro erleichtert haben – und muss sich nun vor Gericht verantworten. Wie die Rhein-Sieg-Rundschau berichtet, habe der 23-Jährige, der in einer Windecker Agentur (Nordrhein-Westfalen) arbeitete, stets die gleiche Masche benutzt: Gegenüber seinem Chef präsentiert der Mann fingierte Schadensfälle – meist handelte es sich dabei um vermeintliche Teilkaskoschäden am Auto, doch auch Glas-, Sturm- du Wasserschäden an Gebäuden in Höhe von 500 bis 2000 Euro wurden angegeben.  

Das Geld war meist vom Chef der Agentur, der seinem Mitarbeiter vertraute, angewiesen worden. In einzelnen Fällen habe der 23-Jährige das Geld jedoch auch selbst angewiesen, heißt es in der Anklage.   Der Mann, der vom Berliner Staranwalt Mehmet Daimagüler vertreten wird, ist zu einem Geständnis nicht bereit, berichtet die Zeitung weiter. Stattdessen wolle er zurück in den Beruf des Versicherungskaufmannes. Dies dürfte bei einer Verurteilung unmöglich werden - eine solche käme einem Berufsverbot gleich, so die Zeitung.  

Das Gericht hat für die Aufarbeitung des Geschehens insgesamt sieben weitere Verhandlungstage bis August terminiert.

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