Unternehmens-Rechtsschutz: Auswahl sollte immer der Makler besorgen

Berater Top News von Carla Fritz

Unternehmen verfügen weitaus seltener als Privatpersonen über eine Rechtsschutzversicherung - dabei können Streitigkeiten hier schnell sehr teuer werden. Bei der Auswahl der entsprechenden Police ist jedoch eine qualifizierte Beratung geboten.

Bei Unternehmensstreitigkeiten kann es schnell ins Geld gehen. Bei der Auswahl einer entsprechenden Rechtsschutzpolice ist aber qualifizierte Beratung notwendig.

Bei Unternehmensstreitigkeiten kann es schnell ins Geld gehen. Bei der Auswahl einer entsprechenden Rechtsschutzpolice ist aber qualifizierte Beratung notwendig. Foto: geralt - Pixabay.de

Stress mit Behörden, Mitarbeitern, Kunden. Vor rechtlichen Auseinandersetzungen im Firmenalltag ist kein Unternehmen gefeit. Manchmal kann man gar nicht so schräg denken, wie es kommt. In einem aktuellen Fall, von dem Makler Bert Heidekamp aus Berlin berichtet, sollte sein Klient für einen Subunternehmer Rentenbeiträge für mehrere Jahre nachzahlen. Dem war Scheinselbstständigkeit unterstellt worden. Der Streitwert war entsprechend hoch. Hier habe sich der Rechtsschutz für seinen Klienten bezahlt gemacht. 

Egal ob der Unternehmer später Recht bekommt oder nicht: Erst einmal sind die Kosten des Rechtsstreits zu verauslagen. Was in der Kundenberatung außerdem anzusprechen wäre: Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens zahlt vorm Arbeitsgericht in der ersten Instanz jeder seine Kosten selbst. Eine Lücke, die von der Rechtsschutzpolice gedeckt wird, so sie denn abgeschlossen wurde.

„Die Ausstattung der Firmenmandanten mit Rechtsschutz ist nicht ansatzweise so hoch wie im Privatbereich.“ Das besagen die Erfahrungen des Rechtsanwalts Jörg Elsner aus Hagen. Privat sei die Klagebereitschaft dann oft auch höher, etwa im Verkehrsbereich, aber auch bei Arbeitsrechtsstreitigkeiten, so Elsner, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins ist.

„Durch Gutachterkosten und weil es oft durch alle Instanzen geht, werden die Prozessrisiken immer höher“, verweist der Fachanwalt für Versicherungs- und Verkehrsrecht auf die Krux. „Wir reden hier nicht über Peanuts von einigen Hundert Euro in einem Mahnverfahren. Das sind Fälle, wo man im Schnitt um 25.000 Euro streitet“, so Elsner. Ein Betrag, bei dem der Unternehmer schon ins Grübeln komme, „was Kosten und Nutzen betrifft“.

Der Druck, sich trotz sehr guter Chancen mit weniger zufrieden zu geben, entfalle, wenn man rechtsschutzversichert sei. Firmenkunden bräuchten jedoch qualifizierte Beratung bei der Auswahl des Produkts.  

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