Riester-Rente: Grundzulage soll erhöht werden

Berater von Michael Fiedler

Die Förderung zur Riester-Rente soll neu aufgestellt werden. Wer privat vorsorgt, soll in Zukunft eine höhere Grundzulage erhalten.

Förderung der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge soll ausgebaut werden.

Sie wurde nach ihm benannt: Die Riester-Rente. Nach 15 Jahren soll nun die Grundzulage erhöht werden. Bild: procontra

Nach 15 Jahren ist es soweit: Die Riester-Förderung wird erstmals seit Einführung der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge 2002, erhöht. Die Grundzulage soll von 154 Euro auf 175 Euro steigen. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien und berufen sich auf Koalitionskreise.

Geplante Verbesserungen bei der Förderung hatte zuletzt Michael Meister, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen (BMF), auf der MCC-Tagung „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ erwähnt.
Neben der Anpassung der Grundzulage soll auch ein Freibetrag in der Grundsicherung für selbst angesparte Zusatzrenten wie Betriebs- und Riesterrenten eingeführt werden. Den Ausführungen von Meister zufolge, ist ein Sockelbetrag in Höhe von 100 Euro zuzüglich 30 Prozent der Zusatzrente bis zu einem Höchstbetrag von 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 (aktuell 202 Euro) anrechnungsfrei.

Als Grund für die geplante Anpassung nach 15 Jahren wird angeführt, dass hauptsächlich Geringverdiener von der Grundzulage profitieren würden.
Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA), die die Riester-Zulagen verwaltet, hatte im Sommer 2016 nach aufkommender Kritik Zahlen vorgelegt, die zeigten, dass die Riester-Förderung zum Großteil von Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen in Anspruch genommen wird. 63 Prozent der Zulagenempfänger ein Einkommen von unter 30.000 Euro im Jahr, fast 25 Prozent sogar nur ein Einkommen von unter 10.000 Euro, so Christian Amsinck, Vorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund damals.

Vorschläge, die Riester-Förderung dynamisch steigen zu lassen oder die Kinderzulage einheitlich auf 300 Euro anzuheben, hatte die Bundesregierung zuvor abgelehnt.

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