Marktwächter erzielen Erfolg gegen Alte Leipziger

Versicherungen von Martin Thaler

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hamburg hatte die Standmitteilungen der Alten Leipziger kritisiert. Kunden könnten hier nicht die garantierten Überschüsse ihre Lebens- und Rentenversicherungen erkennen. Nun muss der Versicherer nachbessern.

Standmitteilung Verbraucherschutz Alte Leipziger

Muss die Alte Leipziger bei den Standmitteilungen nachbessern? Bild: Alte Leipziger

Die Alte Leipziger muss ihre Standmitteilungen künftig nachbessern. Dies geht aus einem Urteil hervor, das das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hamburg vor dem Landgericht Frankfurt/Main (Az: 2-06 O 375/16) erwirkt hat. So muss die Alte Leipziger ihre Lebens- und Rentenversicherungskunden künftig über die bereits gutgeschriebenen Überschüsse informieren und nicht nur, wie bisher, eine prognostizierte Ablaufleistung inklusive künftiger möglicher Überschüsse.  

„Versicherungsnehmer können also nicht erkennen, wie sich die Überschüsse in der Vergangenheit entwickelt haben, ob sie hinter den Erwartungen zurückbleiben und wo ihr Vertrag aktuell steht“, heißt es dazu von Seiten der Verbraucherschützer, die hierin einen Verstoß gegen die gesetzlichen Mindestanforderungen an Standmitteilungen erkannten.  

In den Fokus der Marktwächter war die Alte Leipziger im Zuge einer Studie gekommen, in der die Standmitteilungen von 48 deutschen Lebensversicherern untersucht worden waren. Mit der damals negativen Bewertung war die Alte Leipziger damals nicht alleine – gleich ein Viertel der untersuchten Standmitteilungen erfüllten laut Ansicht der Marktwächter Finanzen nicht die gesetzlichen Mindestanforderungen. 

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