Kleinlein: Verbraucherschutz soll Versicherern helfen, den Vertrieb einzudampfen

Berater Top News IDD von Michael Fiedler

Ring frei für das Ringen um die Zukunft im Versicherungsvertrieb: Axel Kleinlein legt vor und am Freitag wird der Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute (BVK) nachziehen. Wo Dreh- und Angelpunkte sind.

Axel Kleinlein Verrbaucherschutz Drecksarbeit Hände schmutzig

Der Verbraucherschutz soll für die Versicherer die "Drecksarbeit" und sich die Hände schmutzig machen, so Axel Kleinlein. (Symbolbild) Fotolia / belamy

In Berlin wird über die Umsetzung der IDD in deutsches Recht debattiert. Klar, dass sich Interessenvertreter aller Lager in Stellung bringen. So veröffentlichte Axel Kleinlein auf seinem Blog am Mittwoch den bemerkenswerten Beitrag "Vermittlersterben - die Drecksarbeit bleibt bei Politik und Verbraucherschutz".

Darin geht er darauf ein, dass Versicherer sich ihrer Vertriebe „entledigen“ wollen, sich aber aus Angst vor „Shitstorm durch die ganze Vertriebslandschaft“ nicht trauen würden, die Pläne selbst umzusetzen. Mit Blick auf die Debatte, ob und in welcher Höhe Provisionen gezahlt werden dürfen, heißt es bei Kleinlein: „[...] hinter vorgehaltener Hand höre ich bei Versicherern auch Zuspruch für Positionen des Verbraucherschutzes. Nicht, weil die Versicherer auf einmal kundenfreundlicher werden wollen, sondern weil sie eben dann den Vertrieb einschmelzen zu können.“ Und weiter: „Die Strategie ist einfach: Der Verbraucherschutz soll auf die Politik einwirken, damit die dann die Provisionen gesetzlich eindämmt, so dass der Vertrieb dann automatisch kleiner wird. Dann könnten die Versicherer den schwarzen Peter dem Verbraucherschutz und der Politik zuschieben und wären in den Augen ihres Vertriebs fein raus.“

Kleinleins Sichtweise ist sicher nicht ganz falsch. Besonders die Lebensversicherer wären sicher nicht verärgert, wenn Abschluss- und Bestandsprovisionen durch die Politik reduziert würden.

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