IDD: Umdenken bei der CDU?

Berater Top News von Florian Burghardt, Martin Thaler

Diese Einschätzung teilt auch Matthias Glesel, Vorstand der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM), der als Zuschauer ebenfalls anwesend war. „Es scheint der CDU/CSU ernst, nötige Korrekturen vorzunehmen, wobei man natürlich auf dazu auch notwendige Gespräche mit dem Koalitionspartner SPD verwiesen hat“, erklärte Glesel gegenüber procontra.

Es sei Bewegung erkennbar, was auch auf die vielen Briefe, Gespräche und Mails von Makler an ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten zurückzuführen sei. „Auch die Petition und andere Initiativen haben Eindruck hinterlassen“, so Glesel.  

Eine Einschätzung, die auch Wirth teilt. So seien bei dem Gespräch nicht nur Experten aus Wirtschaft- und Finanzausschuss anwesend gewesen, sondern auch diverse Bundestagsabgeordnete anwesend gewesen, die sich einen Eindruck verschaffen wollten. „Deren Interesse an dem Thema war sehr eindeutig und unter anderem über unsere Aktion geweckt worden“, so Wirth. Auch das Rechtsguthaben von Professor Schwintowski, nach welchem der aktuelle IDD-Entwurf verfassungswidrig ist, sei angesprochen worden.

CDU gibt sich schweigsam

Ob sich die Eindrücke von Glesel und Wirth bewahrheiten, bleibt abzuwarten. Von Seiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wollte man sich gegenüber procontra nicht zum Thema IDD äußern. Verwiesen wurde unter anderem auf den hohen Abstimmungsbedarf im Kontext der IDD.  

Nichtsdestotrotz: Bei den Verbänden will man das Thema weiter forcieren und auch Gespräche mit Politikern anderer Fraktionen suchen – und zwar nicht nur der Regierungsfraktionen.  „Auch auf Angehörige von Grünen und Linken soll weiter eingewirkt werden, jeder kann und soll dort weiter aktiv bleiben bzw. werden“, gibt Glesel die Richtung vor.

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