IDD: Umdenken bei der CDU?

Berater Top News von Florian Burghardt, Martin Thaler

Die IDD-Umsetzung geht in ihre Schlussphase, die Zeit für Änderungen wird deshalb knapp. Nun sorgt ein Ereignis allerdings für einen Hoffnungsschimmer bei den Maklerverbänden.

Zeigten sich nach dem Fachgespräch zuversichtlich: Norman Wirth und Matthias Glesel.

Zeigten sich nach dem Fachgespräch zuversichtlich: Norman Wirth und Matthias Glesel. Fotos: Privat

Beim Thema Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) geht es in den kommenden Wochen in die Endphase. Die Zeit bis zur parlamentarischen Sommerpause wird knapp – und bis dahin, so die Zielmarke der Politik, soll die Umsetzung der IDD in deutsches Recht verabschiedet sein.  Bereits am 17. Mai wird es im federführenden Ausschuss für Wirtschaft und Energie eine öffentliche Expertenanhörung geben. Die Zeit, größere Änderungen im aktuellen Gesetzesentwurf durchzusetzen, wird folglich immer knapper.

Nun gibt es allerdings zumindest leichte Anzeichen dafür, dass die zuletzt immer lauter vorgetragene Kritik der Makler am Gesetzesentwurf Gehör bei einigen Politikern findet. Grund zur Hoffnung bietet ein internes Fachgespräch der CDU-Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Energie“ in der vergangenen Woche.

Unter der Überschrift „Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie“ waren diverse Branchenexperten dazu aufgerufen, ihre Standpunkte zum Thema den vertretenen Abgeordneten mitzuteilen. Aus Maklersicht sicherlich am interessantes war die Teilnahme von Norman Wirth vom Berufsverband Finanzdienstleistung (AfW) und Dr. Hans-Georg Jenssen (Verband Deutscher Versicherungsmakler).  

Besprochen wurden dabei die für Makler relevanten Themen Doppelbetreuungspflicht, Provisionsabgabeverbot, Weiterbildungsverpflichtung sowie weitere Punkte. Und zwar offenbar durchaus erfolgsversprechend. So äußerte sich AfW-Vorstand Wirth auf procontra-Nachfrage hoffnungsvoll im Bezug auf das Fachgespräch. „Es war erkennbar, dass die CDU/CSU-Fraktion für überzeugende Argumente offen ist. Ein dogmatisches Festhalten an dem vorliegenden Gesetzesentwurf an überzeugenden Argumenten vorbei wird es daher hoffentlich nicht geben.“

Seite 1: Hoffnung nach Fachgespräch
Seite 2: Wie die CDU reagiert

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare