IDD: Bundestags-Lesungen verschieben sich

Berater IDD Top News von Martin Thaler

Am Mittwoch hörten die Abgeordneten zahlreiche Sachverständige zum Thema Versicherungsvertrieb. Ursprünglich war für diesen Donnerstag die zweite Lesung zum Gesetz geplant - doch dieser Termin verschiebt sich nun.

Nahm an der Sachverständigenanhörung teil: Frank Rottenbacher vom AfW.

Nahm an der Sachverständigenanhörung teil: Frank Rottenbacher vom AfW. Foto: AfW

Ohne größere Überraschungen ist die öffentliche Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie zum Thema Versicherungsvertrieb, genauer zur IDD-Umsetzung, an diesem Mittwoch abgelaufen. Zwei Stunden waren für das Thema vorgesehen, insgesamt elf Sachverständige standen den Abgeordneten Rede und Antwort, wenn auch nur für maximal fünf Minuten pro Frage.  

In der Fragerunde wurde versucht, die enorme Bandbreite des Themas darzustellen. So ging es unter anderem grundsätzlich um die Unterschiede zwischen Versicherungsberatung und Vermittlung, das Thema Restschuldversicherungen, aber auch um konkrete Kritikpunkte am jetzigen Gesetzesentwurf, wie das Provisionsgebot oder die Beratungs-Ausnahmeregeln im Fernabsatz. Dabei blieb es zumeist bei der Verkündung bereits bekannter Standpunkte.  

Interessant aus Maklersicht, deren Interessen von Dr. Hans-Georg Jenssen (VDVM) und Frank Rottenbacher (AfW) vertreten wurden, bleibt die Tatsache, dass das Rechtsgutachten von Professor Hans-Peter Schwintowski von einigen Parlamentariern (beispielsweise Barabara Lanzinger, CSU) sehr wohl zur Kenntnis genommen wurde. In diesem Gutachten wirft der Berliner Professor dem IDD-Gesetzesentwurf vor, verfassungswidrig zu sein.  

Rottenbacher verdeutlichte darüber hinaus die wachsende Bedeutung der Honorarvergütung für den Berufstand des Maklers. Noch sei das Thema ein „zartes Pflänzchen“, erläuterte der AfW-Vorsitzende, jedoch nehme dessen Bedeutung für immer mehr Makler zu. „Fünf Prozent der Makler erwirtschaften heute bereits zwischen 25 und 50 Prozent ihres Umsatzes durch Honorare“, berichtete Rottenbacher über die Ergebnisse einer vom Verband durchgeführten Befragung unter Maklern.  

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