flypper: Groenen gibt weitere Details bekannt

Versicherungen Top News von Martin Thaler

In wenigen Wochen soll der Lizenzantrag bei der Bafin für "flypper" eingereicht werden. Was es sonst noch für Neuigkeiten in Bezug auf Investoren, Gesellschafter und Geschäftsmodell gibt, erklärt Gründer Dominik Groenen.

Gibt weitere Details zu seinem geplanten Versicherer "flypper" bekannt: Dominik Groenen.

Gibt weitere Details zu seinem geplanten Versicherer "flypper" bekannt: Dominik Groenen. Foto: privat

Nachdem zuletzt neue oder geplante digitale Versicherer wie beispielsweise Element, One, Nextible, Friday oder Ottonova die Schlagzeilen der Fachpresse bestimmten, gibt nun auch Dominik Groenen neue Details zu seinem geplanten Digitalversicherer „flypper“ bekannt.  

Wobei der Begriff Digitalversicherer einen falschen bzw. unvollständigen Eindruck hinterlässt. „Es macht heute einfach keinen Sinn, einen rein digitalen Versicherer zu gründen“, erklärt Groenen im Gespräch mit procontra. Dafür sei der Wunsch der Kunden nach persönlicher Beratung einfach zu groß.  

Und hier sieht Groenen dann auch den Hebel, um „flypper“ von der Konkurrenz abzuheben: „Unser Ansatz ist: Wenn der Kunde digitale Services wünscht, kann er das bei uns machen -vom Abschluss bis zum Schaden. Wenn der Kunde aber eher persönliche Beratung möchte, dann bekommt er die bei uns auch.“ 

Denn der Kunde aus seiner Sicht ist hybrid – weswegen „flypper“ auch kein reiner Digitalversicherer werde, sondern eben ein hybrider Versicherer. „Kunden können uns also auch per Fax oder über den Postweg erreichen, wenn sie wollen. Zugleich kann er aber auch alles, vom Abschluss über Datenänderung bis zur Schadenmeldung, digital erledigen.“  

Das Motto „Digital, wenn möglich - persönlich, wenn nötig“ soll auch beim Herzstück seines Unternehmens zum Tragen kommen – der Schadensregulierung. „Der Schadensfall ist beim Kunden der Moment der Wahrheit – da müssen wir ihn überzeugen und abliefern“, so Groenen. Gerade in komplexeren Fällen, benötigten Kunden oftmals einen persönlichen Ansprechpartner, der mit ihnen ihren jeweiligen Fall durchgeht. Ein solches persönliches Gespräch solle spätestens 30 Minuten nach der Schadensmeldung erfolgen, verspricht Groenen.  

Zudem habe man in den vergangenen vier Monaten nicht nur am Kundenportal und der App, sondern auch am Aufbau eines Handwerker-Netzes gearbeitet. „Kunden sollen, wenn sie einen Schaden erlitten haben, schnell mehrere Handwerker mit jeweiliger Bewertung zugewiesen bekommen und können sich dann hieraus einen aussuchen“, erläutert Groenen, „eigentlich so wie bei Lieferando, Lieferheld, UBER oder MyTaxi“.  

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