Huk-Coburg wächst trotz Kfz-Verlusten

Versicherungen von Florian Burghardt

Die Huk ist Deutschlands größter Kfz-Versicherer. Doch die über 11 Millionen versicherten Risiken fuhren 2016 einen Verlust ein. Dennoch konnte der Versicherer sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern. Besonders in zwei Bereichen gab es ein gutes Plus.

Trotz einer negativen Schadenkostenquote in Kfz konnte die Huk ihre Gewinn in 2016 steigern.

Trotz einer negativen Schadenkostenquote in Kfz konnte die Huk ihre Gewinn in 2016 steigern. Bild: Huk

Die Huk-Coburg hat heute ihren Konzernbericht für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach konnte der Versicherer seine gebuchten Bruttobeiträge in 2016 auf 6,9 Milliarden Euro ausbauen (Vorjahr: 6,6 Milliarden). Dies entspricht einem Wachstum von 4,8 Prozent.

Trotz gestiegener Leistungen an die Kunden – 6,7 Milliarden gegenüber 6,2 Milliarden in 2015 – konnte sowohl das operative Ergebnis auf 516 Millionen (Vorjahr: 433,8) als auch der Gewinn auf 410,6 Millionen Euro (Vorjahr: 279,6) gesteigert werden. Dafür verantwortlich war unter anderem das Ergebnis aus Kapitalanlagen, das um 16 Prozent stieg und in 2016 bei über einer Milliarde Euro lag.

Autoversicherung fährt Verlust ein

Beeindruckend, aber weniger für den gestiegenen Gewinn verantwortlich, ist das Prämienplus der Huk in der Kfz-Sparte. Um knapp fünf Prozent stiegen hier die Einnahmen auf nunmehr 3,6 Milliarden Euro. Fast 1,4 Millionen neu versicherte Fahrzeuge sowie eine Studie zeigen, dass wechselwillige Autofahrer auch 2016 nicht an der Huk vorbeikamen.

Um rund eine halbe Million Fahrzeuge wuchs der Gesamtbestand an versicherten Risiken und beträgt laut Geschäftszahlen nun 11,2 Millionen. Damit bleibt die Huk weiter der größte Kfz-Versicherer hierzulande vor der Allianz Deutschland, die 8,3 Millionen Risiken im Bestand hat.

Allerdings führte eine auf 101 Prozent gestiegene Schadenkostenquote (Vorjahr: 97,4) zu einem Verlust in der größten Sparte des Versicherers. Dies ist zurückzuführen auf höhere Personenschäden, „insbesondere jedoch auf die Verteuerung von Fahrzeugteilen, die deutlich über den Erwartungen lag“, heißt es von Seiten der Huk.

Erfreut zeigte sich das Coburger Unternehmen hingegen darüber, dass sich bereits 10.000 Kunden für den Telematik-Tarif „Smart Driver“ entschieden haben. Mit über 50.000 Nutzern beim Unfallmeldedienst ist die Huk außerdem größter Abnehmer der bislang 85.000 verkauften GDV-Stecker.

PKV-Einnahmen steigen

Ein deutliches Prämienwachstum konnte neben der Kfz- auch in der Krankenversicherung verzeichnet werden. Um rund 4.000 vollversicherte Personen vergrößerte sich der Bestand der Huk im vergangenen Jahr.

In der Folge stiegen die Prämieneinnahmen um 6,8 Prozent auf insgesamt 1,39 Milliarden Euro an. Noch nicht enthalten sind darin natürlich die Einnahmen durch die PKV-Beitragsanpassungen per 01.03.2017. In einem Tarif liegen die Erhöhungen sogar bei 40 Prozent

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