Elementarschäden: So versichert sich Europa

Versicherungen Bilderstrecken von Michael Fiedler

Trotz Forderungen von Verbraucherschützern: Eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden im Wohngebäudebereich wird es so schnell in Deutschland nicht geben. Auch andere europäische Staaten kennen keine solche Versicherungspflicht. Einige Beispiele nennt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags.

Großbritannien
Im Vereinigten Königreich besteht für Grundeigentümer keine Pflicht, sich gegen Elementarschäden zu versichern. Sofern der Grund als Betriebsstätte genutzt wird, muss allerdings eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die unter Umständen auch bestimmte Unwetterschäden abdeckt. Der britische Markt für Elementarschäden-Versicherungen ist gut entwickelt; nach Angaben der Versicherer, kann jedem Grundeigentümer eine entsprechende Versicherung angeboten werden. Flutschäden werden in der Regel bereits von der allgemeinen Hausratversicherung abgedeckt. Seitdem es in England in den letzten Jahren häufiger zu Flutereignissen gekommen ist, bieten die Versicherungsunternehmen vermehrt Versicherungen an, die Flutschäden nicht abdecken. Dies macht es vor allem für Hauseigentümer in Risikogebieten zunehmend schwierig, bezahlbare Policen zu erhalten.Aus diesem Grund hat sich die Regierung mit der Versicherungswirtschaft darauf geeinigt, dass jedes Versicherungsunternehmen einen bestimmten Anteil von besonders gefährdeten Immobilien versichern muss. Der Staat stellt im Gegenzug Mittel für Rückversicherungen bereit und investiert in den Katastrophenschutz. Fotolia / highwaystarz
 
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